Die Faszination bewegter Bilder in Animationsfilmen und -serien ist für Kinder ungebrochen hoch. Gerade die technischen Innovationen des Computerzeitalters gewinnen dem Genre neue ästhetische Aspekte ab, die zwischen Kunst, Unterhaltung und Kommerz changieren. Das Themenheft möchte ausgewählte Entwicklungen in diesem Bereich in den Blick nehmen.

 

Editorial

Die Faszination bewegter Bilder in Animationsfilmen und -serien ist für Kinder ungebrochen hoch. Gerade die technischen Innovationen des Computerzeitalters gewinnen dem Genre neue ästhetische Aspekte ab, die zwischen Kunst, Unterhaltung und Kommerz changieren. Das Themenheft möchte ausgewählte Entwicklungen in diesem Bereich in den Blick nehmen.
Der Reigen der Beiträge wird eröffnet mit einem Interview, das Franca Kretzschmar mit Astrid Plenk, Programmgeschäftsführerin des Kinderkanals von ARD und ZDF, über aktuelle Tendenzen zu Animationsfilmen und -serien im deutschen Kinderfernsehen geführt hat. Das Gespräch gibt einen Überblick zu gegenwärtigen Strategien und Besonderheiten des Umgangs mit diesem Genre im öffentlich-rechtlichen Fernsehfunkprogramm.
Auf der Suche nach dem Animistischen der bewegten Bilder folgen Beiträge zu Perspektiven, Analysen und Interpretationen von Kinderanimationsfilmen und -serien zwischen Kunst und Kommerz. Ingrid Tomkowiak erklärt aus der vergleichenden filmmedialen Perspektive der Populärkulturforschung die spezifische Materialität, Medialität und Metamorphose in aktuelleren Alice-Animationsfilmen. Tao Zhang untersucht Genderdiskurse im Animationsfilm Das doppelte Lottchen (2007) aus der Sicht der aktuellen Genderforschung. Sabine Planka wendet sich im historischen Beitrag aus kulturwissenschaftlicher Perspektive der Wissensvermittlung in der französischen Zeichentrickserie Es war einmal… das Leben von 1986 zu. Sie analysiert ausgewählte Episoden unter dem Aspekt der Rekonstruktion und Kontextualisierung von Körperdiskursen.
Zwei weitere Beiträge befassen sich mit grundlegenden Fragen der Theorie und Didaktik der Kinderanimationsfilm- und -serienanalyse. Tobias Kurwinkel und Stefanie Jakobi stellen ein neues Modell der transmedialen Motivanalyse am Beispiel der Animationsfilme Spirited Away und Beauty and the Beast zur Diskussion. Im didaktischen Artikel des Themenhefts entwickelt Christian Albrecht zweckdienliche Überlegungen zur Didaktik des Animationsfilms in der Primarstufe.
In Zeiten einer zunehmenden Bewusstheit von Diversität und Vielfalt gebührt dem besonderen Blick auf Aspekte von Heterogenität in animierten Kindermedien besondere Aufmerksamkeit. Heike Elisabeth Jüngst informiert aus übersetzungswissenschaftlicher Sicht über den Trickfilm als Hörfilm. Sie erläutert Funktion und Spezifik von Audiodeskriptionen von Trickfilmen für blinde und sehbehinderte Kinder.
Julia Benner führt in kurz gefragt ein Interview mit Cara Speller. Produzentin der Disney-Animationsserie Hundertundein Dalmatiner. Im Spektrum schildert Nicola König in einem Gespräch mit Friederike Könitz und Birgit Peulings das Marburger Kinder- und Jugendfilmfest; die Kinder- und Jugendjury wird als Baustein einer aktiven Medienerziehung vorgestellt. Dennis Borghardt untersucht axiologische und literarästhetische Wertungsakte als Partizipationsmöglichkeiten im Feld der Kinder- und Jugendliteraturpreise. Felix Giesa beschreibt aktuelle Entwicklungen im Bereich der Öko-Comics im Spannungsfeld zwischen Sachinformation und Unterhaltung.Jana Mikota und Insa Fooken stellen die multidisziplinäre Online-Zeitschrift für Mensch-Puppen-Diskurse denkste: Puppe (de:do) vor.

Sebastian Schmideler

 

Inhaltsverzeichnis

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