[28.09.2018]

Am 26. und 27.10.2018 finden an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz ein Vortrag und zwei Workshops zum wissenschaftlichen Umgang mit Computerspielen statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Fr., 26.10.2018: 18:00-20:00 Uhr,
Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz D239 (Aula)
Jun-Prof. Dr. Benjamin Beil: Macht & Abstraktion – Kriegsdarstellungen im Computerspiel

Obwohl die spielerische Simulation kriegerischer Auseinandersetzungen sich über mehr als 2000 Jahre zurückverfolgen lässt, hat vor allem mit der massenmedialen Verbreitung des Computers das Kriegsspiel Einzug in die privaten Haushalte gehalten, insbesondere in die Kinder- und Jugendzimmer. Der Vortrag wird einen Überblick zu alten und neuen Formen des Computerkriegsspiels – zwischen Planspiel und vermeintlich ›realistischer‹ 3D-Simulation – geben. Den oft hitzigen öffentlichen Diskursen, die dieses Spielgenre umgeben (Stichwort: Killerspiel-Debatte), soll dabei eine materialnahe kulturhistorische Analyse entgegengesetzt werden, die die im Grunde paradoxe Verbindung zwischen Krieg und Spiel und die komplexen Wechselwirkungen medialer Kriegsdarstellungen kritisch hinterfragt. 

Sa., 27.10.2018: 10:00-15:30 Uhr,
Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz K 208

Das Ziel der beiden Workshops ist es, sich verschiedenen Bereichen des Computerspiels auf ganz praktische Art und Weise zu nähern, indem miteinander gespielt, diskutiert und die didaktische Nutzbarkeit des Computerspiels hinterfragt werden soll. Konzipiert wurden und geleitet werden die beiden Workshops von Jun-.Prof. Dr. Benjamin Beil, moderiert werden sie von Dr. Ilona Mader und Dr. Immanuel Nover.

10:00-12:00 Uhr: Workshop I: Computer/Spiel/Räume
Leitung: Jun-Prof. Dr. Benjamin Beil
Moderation: Dr. Ilona Mader

Die Geschichte des Computerspiels ist geprägt durch die Evolution seiner Darstellungsformen – angefangen bei den abstrakten Spielfeldern von Pong(1972) bis hin zu den fotorealistischen 3D-Welten zeitgenössischer Spiele. Im Workshop soll ein Beschreibungsvokabular für die zentralen Raumdarstellungen des Computerspiels erarbeitet werden. Zudem sollen die wichtigsten Darstellungsformen mit weiteren Themenbereichen verknüpft werden, z.B. der Frage, welche Raumdarstellungen typisch für bestimmte Genres sind und wie der Raum eines Computerspiels die Erzählung beeinflusst.

Fragen sind u.a.:

  • Welche Darstellungsformen des Computerspiels gibt es und wie lassen sich diese pointiert beschreiben?
  • Welche Formen sind medienspezifisch, welche haben historische Vorläufer?
  • Welche Zusammenhänge zwischen Darstellung und Spielmechanik gibt es?
  • Lässt sich die Geschichte des Computerspiels als eine Bild-Geschichte schreiben?

12:00-13:30 Uhr: Mittagspause
13:30-15:30 Uhr: Workshop II: Spiel-Erzählungen
Leitung: Jun-Prof. Dr. Benjamin Beil
Moderation: Dr. Immanuel Nover

Die meisten Computerspiele erzählen (auch) Geschichten – nur oft keine besonders guten. Im Vordergrund steht die spielerische Herausforderung, Erzählungen sind zweitrangig und nicht selten nur schmückendes Beiwerk. Denn eigentlich, so wird oft behauptet, passen Spiel und Erzählung strukturell gar nicht zusammen: Eine Spielhandlung und eine Narration können nicht gleichzeitig stattfinden; zudem folgen Erzählungen einem festen Ablauf, während Spiele in der Regel ergebnisoffen sind. Im Workshop sollen einige gelungene, aber auch einige weniger gelungene Beispiele für Verknüpfungen von spielerischen und erzählerischen Elementen im Computerspiel analysiert werden. Zudem soll kritisch hinterfragt werden, ob etablierte narratologische Ansätze überhaupt sinnvoll auf das Computerspiel anwendbar sind oder ob Computerspiele nicht vielmehr neue, medienspezifische Erzählstrategien hervorgebracht haben.

Fragen sind u.a.:

  • Worin unterscheiden sich Erzählungen und Spiele grundsätzlich?
  • Wie erzählt Literatur, wie erzählen Filme, wie erzählen Computerspiele?
  • Gibt es im Computerspiel einen Erzähler?
  • Ist das Vorhandensein einer Narration an bestimmte Genres gebunden oder finden sich letztlich in allen Spielen (zumindest stark reduzierte) narrative Strukturen?
  • Welche besonderen (Erzähl-)Zeit-Strukturen gibt es im Computerspiel (Speicherpunkte, Restarts etc.)?

Der Vortrag ist öffentlich. Für die beiden Workshops wird um Anmeldung bis zum 15.10.2018 gebeten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!;Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Reise- und Übernachtungskosten können leider nicht übernommen werden.

[Quelle: H-Germ]


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