[14.07.2020]

Akustische Phänomene wie Schall, Ton, Laut, Klang, Geräusch, Musik, Stimme, Lärm und Stille fordern die Philologien, die Medien-, Geschichts- und Kulturwissenschaften sowie die Didaktik auf, das Auditive als eigenständigen Modus der Wirklichkeit und der Fiktion zu begreifen. Der geplante Band Gehörte Geschichten. Phänomene des Auditiven versucht, auditive Texte zunächst hinsichtlich der Genrefrage zu systematisieren, anschließend geht es um methodische Zugänge, die anhand von Einzelanalysen exemplifiziert werden sollen, die Ergebnisse werden schließlich gebündelt, zusammengeführt und im Kontext der unterschiedlichen Disziplinen diskutiert. Abstracts können bis zum 15. Oktober 2020 eingereicht werden.

I Genregeschichten

In diesem ersten Teil des Bandes geht es um Beiträge, die sich der immer wieder gestellten Frage des Genres im Spannungsfeld auditiver Medientexte annehmen. Gesucht sind Aufsätze, die explizit die Grenzen ausloten, indem sie z.B. zwei auditive Erzählformen miteinander in Bezug setzen und Überlappungsbereiche sowie Abgrenzungskriterien aufzeigen. Dabei kann sowohl die Makroebene (Hörbuch, Hörspiel, Feature, Podcast, Lesung, Ars Acustica etc.) als auch die Mikroebene (Kriminalhörspiel, Pophörspiel, Kinderhörspiel, Neues Hörspiel, O-Tonhörspiel, dokumentarisches Hörspiel, Interview, Klangcollage, inszenierte Lesung etc.) in den Blick genommen werden.

II Auditive Analysen

Diese Rubrik orientiert sich daran, dass Gegenstände erst dann im wissenschaftlichen Diskurs angekommen sind, wenn sich spezifische Analyseansätze und Methodiken ausgebildet haben, die sich aus einer theoretischen Perspektive explizit mit der Medialität der Gegenstände auseinandersetzen. Hierbei wird eine Linie verfolgt, die von den kleinsten semiotischen Bausteinen ausgehend zu größeren semantischen Zusammenhängen gelangt und schließlich die Einbettung in breite literatur-, kultur- und medienwissenschaftliche Perspektiven zulässt. Jeder Artikel soll auf einer exemplarischen Beispielanalyse aufbauen, die den vorgestellten Ansatz nachvollziehbar und anwendungsorientiert einordnet.

II a) Semiotik – von auditiven Zeichen (Geräusch, Musik, Stimme, Stille etc.)
II b) Semantik – von auditiven Bedeutungen (Motive, Spannung, Figuren, Narrative etc.)
II c) Diskurs – von auditiven Perspektiven (Gender Studies, Postkolonialismus, Medientheorie, Didaktik etc.)

III Verankerungsvisionen

In dieser Rubrik leiten die Herausgeberinn und die Herausgeber aus den gewonnenen Erkenntnissen aus und weiter. Fragen der Disziplinarität und der Didaktik, der gewinnbringenden Zusammenführung kleinster Analysebausteine mit diskursiven Fragen und der spezifischen Medialität des Auditiven werden verbunden.

Gesucht werden Beiträge für die Rubriken I und II zwischen 30.000 und 40.000 Zeichen. Bitte senden Sie Ihre Exposés von ca. einer halben Seite plus Kurzbiobibliografie bis zum 15.10.2020 an:

Ina Schenker: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Andreas Wicke: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Nils Lehnert: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die fertigen Manuskripte sollten bis 15. April 2021 eingehen.

[Quelle: Call for Papers]


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