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Metonymie: Trope, bei der der eigentliche Ausdruck durch einen Ausdruck ersetzt wird, der mit diesem in einer Kontiguitätsbeziehung steht (vgl. Spörl 2007)

Explikat 

Im Unterschied zur Metapher stehen beim metonymischen Ersetzungsverfahren die beiden Ausdrücke in einer Kontiguitätsbeziehung, die sich durch räumliche, zeitliche, kausale oder sachliche Nähe auszeichnen kann (vgl. ebd.). 

Diese Beziehungen umfassen: 

Die Kontiguitätsbeziehung der Relation von Teil und Ganzem zählt nicht zu den metonymischen Verfahren, sondern wird der Synekdoche zu geordnet. Ebenso wie viele andere tropische Äußerungen sind auch zahlreiche Metonymien und Metonymie-Muster bereits in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen (vgl. Spörl 2007). 

Funktional dient die Metonymie der variablen Gestaltung eines Textes und der in ihm vorkommenden Benennungen und Bezeichnungen (vgl. ebd.). 


Literatur

Primärliteratur

Sekundärliteratur

Erstveröffentlichung: 22.09.2015