von Sarah Aßmann

Einmal ein richtiges Abenteuer erleben. Das ist der große Traum der Freunde Max und Mux. Als Max ein geheimnisvolles Buch entdeckt, geht dieser in Erfüllung und die Beiden machen sich auf in ein fantasievolles Abenteuer.

Schröder, Sven Maria: Max und Mux und der Riesenwunschpilz.
Boje, Köln, 2020.
64 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-414-82563-6
Empfohlen ab 4 Jahren.

Inhalt

Max und Mux sind allerbeste Freunde und leben zusammen im Fabelwald. Da trifft es sich gut, dass ihre Baumhäuser nahe beieinanderstehen. Wenn dem einen langweilig ist, geht er einfach den anderen besuchen. Dann unternehmen sie immer lustige Dinge zusammen, lesen oder machen gemeinsam den Haushalt. Doch insgeheim träumen die Beiden davon, einmal ein richtiges Abenteuer zu erleben. Als Max auf ein geheimnisvolles Buch stößt, dass einer Art Schatzkarte gleicht, wird ihr Traum wahr. Denn wenn sie den geheimnisvollen Riesenwunschpilz rechtzeitig finden, haben sie einen Wunsch frei. Gemeinsam machen sich die Freunde auf den Weg, um den im Buch beschriebenen Riesenwunschpilz zu finden. Dabei müssen sie allerlei Mut beweisen. Denn der Weg führt nicht nur durch ein Labyrinth, sondern auch in den Dunkelwald, in dem die gefürchteten Riesen wohnen.

Kritik

Das Buch Max und Mux und der Riesenwunschpilz von dem Autor und Illustrator Sven Maria Schröder begeistert von der ersten Seite an. Schon das Vorsatzpapier läutet die Geschichte mit einer Landkarte des Fabelwaldes ein, auf der die jungen Leserinnen und Leser den Weg von Max und Mux nachvollziehen können. Los geht es dann mit einer kleinen Einleitung dazu, wer Max und Mux überhaupt sind, wo und wie sie leben und wie sie sich gerne die Zeit vertreiben. Dadurch bekommen die Leserinnen und Leser einen schönen Überblick über die verschiedenen Charaktere der Geschichte. Dann nimmt die Handlung schnell an Fahrt auf, ohne dabei auf detaillierte Erzählungen zu verzichten. Durch diese geschickte Umsetzung bleibt die Aufmerksamkeit beim Lesen erhalten und man folgt gebannt dem Geschehen. Dieses bleibt durch abwechslungsreiche Ereignisse immer spannend. Erst wird es ein bisschen unheimlich, als Max und Mux in den gefürchteten Dunkelwald geraten, dann treffen sie auf ein vermeintlich böses Krawuschel und schließlich begegnen sie doch tatsächlich zwei echten Riesen. Bei all diesen Geschehnissen werden immer wieder Klischees und Vorurteile aufgedeckt. Das Krawuschel lockt Besucher nur deshalb in sein Labyrinth, da es so gerne Besuch bekommt. Auch die Riesen stellen sich als harmlos heraus, die ebenfalls Gefühle und eigene Sorgen und Probleme haben. Das Ende rundet die Geschichte harmonisch ab. Max und Mux haben den Riesenwunschpilz gefunden, wenn auch nicht rechtzeitig. Doch ihr eigentlicher Herzenswunsch ist trotzdem in Erfüllung gegangen: Sie haben ein richtiges Abenteuer erlebt. Zudem stellt sich heraus, dass das Buch, das die Beiden zu dem Wunschpilz geführt hat, einem der Riesen gehört. Dieser vermisst es schrecklich und so überlegen Max und Mux, es dem Riesen  zurückzubringen. Dieser Schluss macht neugierig auf einen weiteren Band mit Max und Mux.

Die Charaktere selbst sind sehr sympathisch und authentisch gezeichnet. Während Max rundlich und abenteuerlustig ist, liest der schlanke Mux lieber in seinen Büchern. Trotzdem sind sie allerbeste Freunde, wodurch den Leserinnen und Lesern deutlich gemacht wird, dass Freunde auch unterschiedlich sein können. Auch dass man zusammen viel mehr erreichen kann als allein geht aus der Geschichte hervor. Max und Mux sowie ihre kleinen vielzähligen tierischen Freunde helfen sich immer gegenseitig und halten zusammen. So werden die beiden Abenteurer mit einem herzlichen Willkommen daheim begrüßt.
Neben der liebevollen Geschichte besticht das Buch mit seinen wunderschönen Illustrationen. Die Bilder erstrecken sich über die gesamte Größe der Seite und es sind zahlreiche kleine Details vorhanden. Diese gehen über die beschriebenen Ereignisse hinaus, sodass die kleinen und großen Leser und Leserinnen lange auf den Seiten verweilen können und immer wieder neue, teils lustige Zeichnungen entdecken können. Da fahren Mäuse mit einer Eisenbahn durch das Wohnzimmer oder haben sich in einer Nachtischschublade ein gemütliches Nachtlager eingerichtet. Es sind so viele Kleinigkeiten, dass manche erst bei einem zweiten Durchblättern auffallen.
Die Farben sind fröhlich, kräftig und bunt, ohne dabei grell oder aufdringlich zu wirken. Gekonnt gesetzte Schatten und Bewegungslinien lassen die Bilder lebendig wirken: eine perfekte Ergänzung zu den kurzen Textabschnitten. Durch die übergroßen 30 cm hohen Seiten lässt sich beim Vorlesen gut mit hinein schauen, damit man die Illustrationen bestaunen kann.

Fazit

Das Buch von Sven Schröder ist eine humorvolle, spannende und abenteuerliche Freundschaftsgeschichte. Liebevoll ausgearbeitete Charaktere und eine Handlung mit geschickt eingeflochtenen, pädagogischen Aspekten machen das Buch zu einem wahren Vorleseschatz. Zauberhafte, detaillierte Illustrationen begeistern nicht nur kleine Leser und Leserinnen. Ein wunderbares Buch, das einen mitnimmt auf eine fantasievolle Entdeckungsreise. Zum Vorlesen ab vier Jahren geeignet, aber auch zum Selberlesen für ältere Kinder empfohlen.


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