[18.09.2019]

Am 22. Und 23. November 2019 findet im Lyrik Kabinett in München die Tagung "Astrid Lindgren und der Zweite Weltkrieg" statt.

Astrid Lindgren ist eine Klassikerin der Kinder- und Jugendliteratur, die viele unvergessene literarische Figuren geschaffen hat. Weniger bekannt ist der Umstand, dass beispielsweise ihre Figur Pippi während des Zweiten Weltkrieges entstanden ist. In ihren „Kriegstagebüchern“, die 2015 veröffentlicht worden sind, gibt sie darüber Auskunft.
Ebenfalls ist ihren Tagebüchern zu entnehmen, wie sie die weltpolitische Lage einschätzt, welche Sorgen und Nöte sie auch im Privaten plagen sowie welche literarischen Ambitionen sie verfolgt.

Mit dem Einsetzen der Kriegshandlungen am 01.09.1939 beginnt Astrid Lindgren ihre Einträge im Tagebuch – bewusst wollte sie Zeugnis ablegen. 2019 jährt sich der Beginn des Zweiten Weltkrieges zum achtzigsten Mal. Dieses Datum nehmen die Veranstalterinnen der Tagung Anja Ballis (München), Bettina Kümmerling-Meibauer (Tübingen) und Marlene Zöhrer (München) zum Anlass, umfassend über Astrid Lindgren und Ego-Dokumente, die politische und kulturelle Situation in Schweden und Europa während und nach Ende des Zweiten Weltkrieges sowie die damit verbundene Rolle der Kinder- und Jugendliteratur zu reflektieren. Dazu kommen Expert(inn)en verschiedener Disziplinen im November 2019 in München zusammen.

Tagungsprogramm

22. November 2019

  • 14.00 - 14.15 | Begrüßung

ASTRID LINDGREN UND DIE POLITIK

  • 14.15 - 15.00 | Bettina Kümmerling-Meibauer: Kriegstagebücher und Friedenssehnsucht. Neue Aspekte zum autobiografischen und kinderliterarischen Werk von Astrid Lindgren
  • 15.00 - 15.45 | Cornelia Rémi: Prä-Pomperipossa: Astrid Lindgrens politische Positionsbestimmungen vor dem Schritt in die Öffentlichkeit
  • 15.45 - 16.30 | Anja Ballis: Astrid Lindgren und der Holocaust – Ein Blick in ihre Tagebücher (1933 bis 1945)
  • Pause

SCHREIBEN WÄHREND DES ZWEITEN WELTKRIEGS

  • 17.00 - 17.45 | Sven Hanuschek: Autoren im Krieg: Formen des Scheiterns
  • 17.45 - 18.30 | Anke Vogel: Kinderbücher zwischen Trümmern? Zu den Publikationsbedingungen Astrid Lindgrens nach dem Zweiten Weltkrieg
  • 18.30 - 19.30 | Mirjam Burkard, Marlene Zöhrer: Plutimikation? Lustifikation! Astrid Lindgrens Bild von Schule und Bildung
  • 20.00 | Gemeinsames Abendessen

23. November 2019

SCHWEDEN IM ZWEITEN WELTKRIEG

  • 9.00 - 9.45 | Nils Weise: Schweden und der Zweite Weltkrieg. Zwischen Neutralität und Kollaboration?
  • 9.45 - 10.30 | Orna Keren-Carmel: Jewish children in Scandinavia during the Second World War
  • 10.30 - 11.15 | Katarina Yngborn: "Erzählungen im Schatten". Die schwedische Gegenwartsliteratur und der Zweite Weltkrieg am Beispiel zweier Texte von Ola Larsmo
  • Pause

KINDERLITERATUR IN EUROPA (1939-1945)

  • 11.45 - 12.30 | Julia Benner: "Der Riss der Zeit". Der Zweite Weltkrieg als Thema der Kinderund Jugendliteratur des Exils
  • 12.30 - 13.15 | Svenja Blume: Astrid Lindgren und ihr Einfluss auf die schwedische Kinderliteratur der Nachkriegszeit
  • 13.15 - 14.00 | Astrid Surmatz: Die Kriegstagebücher im Kontext der schwedischen Kinderliteratur von 1939-1945
  • 14.00 - 14.30 | Abschlussdiskussion und Verabschiedung

Anmeldung

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Um Anmeldung wird bis spätestens 01.10.2019 gebeten.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Homepage: www.lmu.de/lindgren2019

Tagungsort

Lyrik Kabinett
Amalienstraße 83
80799 München

[Quelle: Tagungsankündigung]


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