13. und 14. September 2013, Schlesisches Museum zu Görlitz

Der österreichischen Kinder- und Jugendbuchautorin Mira Lobe (1913-1995) ist am 13. und 14. September 2013 ein Symposium in ihrer Geburtsstadt Görlitz gewidmet.

Unter dem Motto „Zeit zu träumen, Zeit zu handeln“ geben Referenten aus Wien, Salzburg und Görlitz Einblicke in Leben und Werk der jüdischen Autorin. Anlass für die Tagung mit Begleitprogramm und Festakt ist der 100. Geburtstag Mira Lobes, die als Hilde Miriam Rosenthal am 17. September 1913 in Görlitz zur Welt kam.

Mira Lobe zählt zu den bedeutendsten Erzählerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie schrieb mehr als 100 Kinder- und Jugendbücher, darunter den Klassiker „Das kleine Ich bin Ich“. In ihrer Heimatstadt Görlitz und im Osten Deutschlands sind die Autorin und ihr mehrfach preisgekröntes Werk allerdings kaum bekannt. Das Symposium soll dazu beitragen, Multiplikatoren wie Lehrer, Erzieherinnen, Bibliothekarinnen, Sozialarbeiter und Wissenschaftler auf Mira Lobes Lebensleistung aufmerksam zu machen.

Darüber hinaus sollen mehrere Veranstaltungen Eltern und Kinder sowie interessierte Bürger ansprechen. Geplant sind die Uraufführung einer Puppentheaterversion von „Das kleine Ich bin Ich“, eine Mira-Lobe-Stadtführung und die Vorleseaktion „Görlitzer lesen Mira Lobe für Kinder und Erwachsene. Außerdem wird am Geburtshaus von Mira Lobe in der Struvestraße 9 eine Gedenktafel für Mira Lobe enthüllt.

2012 gab es bereits verschiedene Initiativen in Görlitz, um die vergessene Tochter der Stadt stärker ins öffentliche Licht zu holen. Genannt seien eine Ausstellung in der Stadtbibliothek, Vorträge, Arbeiten an der Hochschule sowie Projekte in Kindereinrichtungen und Schulen.

Mehr über Mira Lobe:

In Görlitz hat Miriam Rosenthal die entscheidenden Prägungen erfahren, hier hat sie schon in der Schulzeit ihr literarisches Talent entdeckt. Hier hat sie aber als Jüdin auch Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren. 1936 emigrierte sie nach Palästina, bevor sie später nach Wien umzog. Ihre ersten Kinderbücher verfasste sie in den 1940er Jahren. Mit ihren phantasievollen, frechen und lehrreichen Geschichten, beispielsweise „Die Omama im Apfelbaum“ oder „Die Geggis“, begeistert sie bis heute Generationen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Mira Lobe thematisiert mit viel poetischer Phantasie, Sprachwitz und wunderbaren Bildern auch gesellschaftliche Missstände, etwa in „Die Räuberbraut€œ, „Die Sache mit dem Heinrich“. Immer steht sie dabei auf der Seite der Kinder, der Schwachen, der Ausgegrenzten. Ohne pädagogischen Zeigefinger vermittelt sie humanistische Werte wie Toleranz, Solidarität und Freiheit. Ihre Werke sind auf der ganzen Welt bekannt und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden. Auch als Theaterstück, Oper, Musical, Hörspiel oder Puppentheater sind Mira Lobes Bücher umgesetzt worden.

Weitere Informationen zum Symposium finden Sie hier. Den Flyer können Sie hier lesen.


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