von Anna Fredrich, Julia Thilo, Sara Aitchafhi und Nele Cichon

In Was werden die Leute sagen folgen wir der Geschichte der jungen Nisha, die mit kulturellen Unterschieden zwischen ihrem norwegischen Umfeld und ihren pakistanischen Eltern zu kämpfen hat. Was die Leute so sagen wird auch in Rara – Meine Eltern sind irgendwie anders zum Problem: Aus Kinderperspektive beleuchtet der chilenische Spielfilm, mit welchen Schwierigkeiten sich gleichgeschlechtliche Eltern immer noch konfrontiert sehen. Dies sind nur zwei der Highlights im Kinomonat Mai, der interessante Indiefilme ebenso bereithält wie große Hollywoodproduktionen wie Han Solo, Literaturadaptionen wie Letztendlich sind wir dem Universum egal oder Liliane Susewind und noch viel mehr.

Das unmögliche Bild
Kinostart: 03.05.2018, FSK 12

Im Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg filmt die 13-jährige Johanna (Jana McKinnon) mit der alten Super-8-Kamera ihres Vaters den Familienalltag. Nach dem Tod ihres Vaters ist Johanna mit ihrer Mutter zu ihren Großeltern gezogen. Ihre Großmutter (Eva Linder) – eine strenge Frau, die zuhause den Alltag dominiert, auf der Straße jedoch gemieden wird – veranstaltet in regelmäßigen Abständen einen sogenannten Kochklub. Dort trinken die Frauen Schnaps und rauchen, nur gekocht wird nicht. Eine der Frauen verschwindet stets mit der Großmutter im Hinterzimmer, die anderen drehen die Musik lauter. Johanna fragt sich, was es damit auf sich hat. 

Regisseurin Sandra Wollner gibt mit Das unmögliche Bild ihr Langfilmdebüt und montiert willkürlich scheinende Filmsequenzen zu einer, wie später ersichtlich wird, zusammenhängenden Geschichte. Verwendet wurde dazu 16mm-Bildmaterial, das die Produktion authentisch wirken lässt. Thematisiert wird das in den 50er Jahren besonders konfrontativ diskutierte Recht auf Abtreibung bzw. Recht, über den eigenen Körper zu bestimmen.


Rara – Meine Eltern sind irgendwie anders
Kinostart: 03.05.2018, FSK 0

Seit der Trennung ihrer Eltern leben Sara (Julia Lübbert) und ihre jüngere Schwester bei ihrer Mutter Paula (Mariana Loyola) und deren Partnerin Lia (Agustina Munoz). Eigentlich ist alles normal, denkt sich Sara, doch die sexuelle Orientierung ihrer Mutter scheint in aller Munde zu sein. Neben Saras Vater äußert sogar die Schule Bedenken. Zusätzlich zu den ganz normalen Problemen einer 13-Jährigen sieht sich Sara jetzt also auch noch mit ihrer verzwickten Familiensituationen (oder das, was daraus gemacht wird) konfrontiert.

Mit dem Familiendrama Rara, das einen Sorgerechtsstreit aus der Perspektive einer 13-Jährigen erzählt, gewann die chilenische Regisseurin Pepa San Martín auf der Berlinale 2016 den Großen Preis der internationalen Jury der Sektion "Generation Kplus". Die Filmhandlung geht auf einen chilenischen Gerichtsfall zurück, bei dem eine Mutter im Jahre 2004 aufgrund ihrer sexuellen Orientierung das Sorgerecht für ihre Kinder verlor.


Sherlock Gnomes
Kinostart: 03.05.2018, FSK 0

Die Gartenzwerge Gnomeo und Julia sind gerade in ihren neuen Garten umgezogen, doch das Glück will einfach nicht so lange anhalten: Mehr und mehr Gartenzwerge verschwinden spurlos. Um dieses Mysterium aufzudecken, rufen sie den ebenso brillanten wie eingebildeten Detektiv-Gartenzwerg Sherlock Gnomes zu Hilfe. 

Die Fortsetzung des erfolgreichen 3D-Animationsfilms Gnomeo und Julia von Kelly Asbury unterlag der Regie von dem Animationsspezialisten John Stevenson (Kung Fu Panda). In der Originalfassung sind erneut James McAvoy und Emily Blunt als Sprecher mit von der Partie, die schon im ersten Film den Hauptfiguren ihre Stimme liehen.


Tage am Meer
Kinostart: 03.05.2018, FSK 0

 

Nach der Trennung von ihrem Mann beschließt Mutter Sofía (Leticia Mazur), mit ihren beiden Töchtern Irina (Soía Del Tuffo) und Patchi (Lucía Frittayón) einige Tage am Meer zu verbringen. Der Ausflug übertrifft dabei jegliche Erwartungen: Patchi, die jüngste Tochter, stürzt sich in zahlreiche Abenteuer am Wasser, Irina verliebt sich in ein gleichaltriges Mädchen und das Verarbeiten ihrer Trennung wird für Sofía durch den charmanten Luis erschwert.

Das Langfilmdebüt der Regisseurin und Drehbuchautorin Nadia Benedicto gibt den Erlebnissen aller Figuren Raum und verknüpft dadurch mit der Trennungsgeschichte der Mutter Elemente einer Coming-of-Age-Erzählung und eines Kinderfilms.


Timgad
Kinostart: 03.05.2018, FSK 6

Titelort ist die algerische Kleinstadt Timgad, in der in einer außergewöhnlichen Nacht elf Jungen und ein Mädchen geboren werden. Als die Kinder zehn Jahre alt werden, gründet der Leiter der Dorfschule für die Jungen eine Fußballmannschaft – die leider einen Misserfolg nach dem anderen "feiert". Aber wie der Zufall es so will, landet ein Archäologe aus Frankreich in Timgad, der gar kein so schlechter Fußballspieler ist….

Für Kenner von klassischen Sportgeschichten hält diese kleine französische Produktion zwar keine großen Überraschungen bereit, punktet aber durch ihren Humor und den ungewöhnlichen Drehort.


Träum weiter
Kinostart: 03.05.2018, FSK 12

Mirja und ihre besten Freundinnen träumen von einem Leben in Montevideo, weit weg von ihrem schwedischen Vorort. Das nötige Kleingeld wollen sie sich bei Raubüberfällen besorgen – aber ihre letzte Aktion brachte Mirja einen Gefängnisaufenthalt ein. Als sie aus der Haft entlassen wird, ist Mirja nicht mehr so sicher, ob sie den Traum ihrer Freundinnen noch teilt, schließlich sind da noch ihre kleine Schwester und ihre kranke Mutter. Heimlich nimmt sie eine Stelle in einem Hotel an.

Das energiegeladene Langfilmdebüt der jungen Regisseurin und Schauspielerin Rojda Sekersöz ist – genau wie Das unmögliche Bild und Tage am Meer – Teil der "femmes totales"-Kinotour des Arthouse Filmverleihs "eksystent". Mit dieser Filmreihe will der Verleih "Filme von Frauen stärker in den Fokus rücken" – angesichts der anhaltenden Männerdominanz in der Filmwirtschaft ein wichtiges Anliegen.


Isle of Dogs – Ataris Reise
Kinostart: 10.05.2018, FSK 6

Dieser Stop-Motion-Animationsfilm erzählt die Geschichte des Jungen Atari, der sich auf die Suche nach seinem besten Freund, dem Dalmatiner Spots, macht. Ursache für die dramatische Suche ist die Verbannung aller Hunde auf eine Schrottinsel, die vor der Stadt schwimmt. Die Hundepopulation hatte gefährliche Ausmaße angenommen, eine Hundegrippe bedrohte die Gesundheit der Bevölkerung. Auf der Hundeinsel finden die fünf Vierbeiner Chief, Rex, Boss, Duke und King zusammen: Gemeinsam schmieden sie Pläne, wie sie ihrem Exil entkommen können.

Wenn man so genau auf die Rolle von Tieren in Wes Andersons Filme achtet wie Ian Crouch im New Yorker, könnte man durchaus auf den Gedanken kommen, dass der Filmemacher (u.a. The Royal Tennenbaums, Moonlight Kingdom, Grand Hotel Budapest) Hunde nicht besonders mag…. Nun werden die besten Freunde des Menschen sogar auf eine Insel verbannt – sind aber immerhin die Helden der Geschichte! Zum prominenten Cast der Original-Synchronsprecher zählen auch Schauspieler, mit denen der Regisseur schon in der Vergangenheit zusammengearbeitet hat, darunter Bill Murray, Edward Norton und Jeff Goldblum.


Liliane Susewind – Ein tierisches Abenteuer
Kinostart: 10.05.2018, FSK 0

Die 11-jährige Schülerin Juliane (Malu Leicher) hat ein Geheimnis: Sie kann mit Tieren sprechen. Obwohl sie diese Gabe zu etwas ganz besonderen macht, hält Juliane sie vor ihren Mitschülern geheim:. Sie fürchtet, deswegen ausgeschlossen oder gehänselt zu werden. Als sie eines Tages beginnt, sich mit ihrem coolen Schulkameraden Jess (Aaron Kissiov) anzufreunden, wird bald klar: Auch Jess hat ein Geheimnis. Um einen Tierdieb zu stoppen, der im städtischen Zoo sein Unwesen treibt, müssen Jess und Juliane zusammenarbeiten.

Für die Verfilmung des Kinderbuches von Tanya Stewner konnte Joachim Masannek als Regisseur gewonnen werden. Masannek hatte sich als Autor der erfolgreichen Buchreihe Die wilden Kerle sowie als Regisseur der Die-Wilden-Kerle-Filme einen Namen gemacht. 


Wahrheit oder Pflicht
Kinostart: 10.05.2018, FSK 16

Haben wir nicht alle als Teenager irgendwann mal Wahrheit oder Pflicht gespielt? Oder einen Kettenbrief erhalten, der unbedingt an soundsoviele Personen weiterzuleiten war, damit etwas Wunderbares passiert oder etwas Schreckliches nicht passiert? Da liegt es doch nahe, die Formeln dieser Spiele in einem an Teenager gerichteten Horrorfilm aufzugreifen und im Final Destination-Stil nach und nach die Figuren umkommen zu lassen: Olivia gerät mit ihrer Clique in ein dämonisches "Wahrheit oder Pflicht"-Spiel, bei dem es tödliche Konsequenzen hat, die Regeln des Spiels nicht zu befolgen. Die US-amerikanischen Kritiken haben recht viel Spott für diesen Plot übrig, aber das Verhältnis des bisherigen Einspielergebnisses zu den Produktionskosten kann sich durchaus sehen lassen.


Was werden die Leute sagen
Kinostart: 10.05.2018, FSK 12

Was werden die Leute sagen erzählt die Geschichte von der 15-jährigen Nisha (Maria Mozhdah), die in Norwegen mit pakistanischen Migrationshintergrund aufgewachsen ist und aufgrund der strengen und traditionsbewussten Lebensweisen ihrer Eltern gezwungen ist, ein Doppelleben zu führen. Eines Tages, als Nishas Vater (Adil Hussain) sie mit ihrem Freund erwischt, beschließen ihre Eltern, sie zu kidnappen und zu ihrer Tante nach Pakistan zu bringen. Dort soll sie lernen, Traditionen und Werte zu ehren. 

In dem Coming-of-Age-Drama verarbeitet Regisseurin Iram Haq (I am Yours) einen Teil ihrer eigenen Geschichte: Sie wurde mit 14 Jahren selbst von ihren Eltern gezwungen, für eineinhalb Jahre in ihrem Herkunftsland Pakistan zu leben.


Die Tochter
Kinostart: 17.05.2018, FSK: noch nicht bekannt

Zwei Jahre nach ihrer Trennung treffen Jimmy und Hannah in ihrem alten Ferienhaus auf einer griechischen Vulkan-Insel wieder aufeinander. Hannah stört sich an der innigen Vater-Tochter-Beziehung zwischen Jimmy und ihrer Tochter Luca. Die Konstellation ändert sich, als Hannah und Jimmy wieder zueinander finden, da Luca nun diejenige ist, die sich an der Vertrautheit der beiden anderen stört. Von ihrer Eifersucht getrieben, versucht sie, die Eltern gegeneinander auszuspielen. Das Familiendrama Die Tochter erzählt die tragische Geschichte einer Familie, in deren Zerrüttungsphase ein verheerender Rollentausch stattgefunden hat. So verteidigt das 7-jährige Mädchen ihren Platz an der Seite des Vaters – dabei ist ihr jedes Mittel recht.

Die Hauptdarstellerin Helena Zengel (Luca) bekam für ihre Rolle in Mascha Schilinskis erstem Langfilm auf dem 51. WorldFest Houston die Nominierung für den "Rising Star Award". Schauspielkollege Karsten Antonio Mielke (Jimmy) erhielt auf dem zwölften internationalen Filmfestival Zypern den Preis für den besten Schauspieler in einem Langspielfilm.


Wohne lieber ungewöhnlich
Kinostart: 17.05.2018, FSK 0

Was passiert, wenn die sieben Kinder einer 15-köpfigen Patchworkfamilie unzufrieden mit ihrer getrennten Wohnsituation sind? Genau, sie ziehen zusammen und legen ihren Eltern einen Betreuungsplan vor, nach dem diese abwechselnd bei den Kindern wohnen sollen, sodass jeder mit jedem Zeit verbringen kann, aber die Kinder nicht mehr unter dem Chaos ihrer Eltern leiden müssen. Dabei setzt die französische Komödie Wohne lieber ungewöhnlich (Originaltitel: C’est quoi cette famille?!) zum einen auf eine humorvolle Unterhaltung durch Szenen von bekifften oder halb nackt tanzenden Elternteilen und stellt zum anderen, auf eine lockere Art und Weise, ein ernstes Thema in den Fokus: das der Vernachlässigung der Zeit mit den Kindern und die Wichtigkeit des Familienzusammenhalts.

Wohne lieber ungewöhnlich bekam für eben diese Thematisierung Lob, erntete jedoch für ihre Umsetzung Kritik, da dieser die Tiefe fehle und die einzelnen Charaktere untergingen, sodass bis zum Ende nicht klar werde, wer mit wem verwandt sei.


Zwei Freunde und ihr Dachs
Kinostart: 17.05.2018, FSK: noch nicht bekannt

In diesem norwegischen Animationsabenteuer leben die Freunde Knutsen und Ludvigsen gemeinsam mit einem Dachs in einem Eisenbahntunnel. Ihre Routine aus musizieren und "sich streiten" wird eines Tages durchbrochen, als die junge Amanda ihnen von einem Zug aus direkt in die Arme fällt. Sie ist auf der Suche nach ihrem genialen Vater, der von dem Bösewicht Rasputin  entführt wurde und für diesen ein Gedankenkontrollier-Serum entwickeln soll. Die zwei Freunde und ihr Dachs beschließen, Amanda zu helfen.

Die beiden Freunde basieren auf dem norwegischen Gesangsduo Knutsen (Øystein Dolmen) und Ludvigsen (Gustav Lorentzen), die für ihre an Kinder gerichteten Lieder bekannt sind.


Deadpool 2
Kinostart: 17.05.2018, FSK: noch nicht bekannt

In der Fortsetzung des Überraschungshits um den humorvollen Anti-Helden Wade Wilson alias Deadpool (Ryan Reynolds) muss sich das vom Krebs geheilte, aber dafür entstellte Ex-Special-Forces-Mitglied-einem neuen Gegner stellen: dem Cyborg Cable (Josh Brolin). Um diesem Killer endgültig das Licht auszupusten, braucht Deadpool Unterstützung von der sogenannten X-Force, einem Zusammenschluss mehrerer Mutanten. 

Im Gegensatz zu den Comicvorlagen, in denen Deadpool und Cable schon mehrmals aufeinander getroffen sind und in denen Cable die Mutanten-Vereinigung gegründet hat, setzt der zweite Anti-Superheldenfilm Deadpool als Gründer der X-Force und Cable als eine Art Endgegner in Szene. Die Regie wurde diesmal von David Leitch (Atomic Blonde) übernommen.


Luis und die Aliens
Kinostart: 24.05.2018, FSK 0

Dieser Animationsfilm thematisiert die Freundschaft von dem 12-jährigen Luis und drei Aliens, die mit ihrem UFO in seiner Nachbarschaft abgestürzt sind. Luis hat es in der Schule nicht leicht, denn sein Vater ist Forscher und war schon immer fest davon überzeugt, dass Aliens existieren – dafür  wurde er gewissermaßen vom Rest der Welt für verrückt erklärt. Neben den turbulenten Wendungen, die Luis' Leben aufgrund des Auftauchens der Aliens nimmt, machen es sich Luis' Direktorin und eine Internatsleiterin zur Aufgabe, Luis von seinem Vater zu trennen.

Die Zwillinge Wolfgang und Christoph Lauenstein geben mit Luis und die Aliens ihr Langfilmdebüt als Regisseure und Drehbuchautoren.


Solo: A Star Wars Story
Kinostart: 24.05.2018, FSK: noch nicht bekannt

Solo: A Star Wars Story, das zweite Spin-off der Star Wars-Filme, erzählt die Hintergrundgeschichte des beliebten Weltraumschmugglers Han Solo (Alden Ehrenreich, ursprünglich Harrison Ford). So wie in seinem späteren Leben erlebt Han auch während seiner Jugend unzählige Abenteuer und macht sich dabei sowohl Freunde als auch Feinde. Als er vom Gangsterboss Dryden Vos (Paul Bettany) für einen Auftrag angeheuert wird, schließen sich ihm unter anderem sein Mentor Beckett (Woody Harrelson), sein neuer Freund Chewbacca und eine alte Bekannte, Qi‘Ra (Emilia Clarke), an. Außerdem trifft er auf den berüchtigten Lando Calrissian (Donald Glover), den derzeitigen Besitzer des Millennium Falken…

Das Science-Fiction-Abenteuer spielt zehn Jahre vor dem 1977 erschienenen Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung, dem Start der weltweit gefeierten Erfolgsreihe. Der internationale Starttermin hätte für Solo: A Star Wars Story nicht besser gewählt werden können: Am 25. Mai 2018, ganz genau 41 Jahre nach Veröffentlichung von Eine neue Hoffnung, kommt der Film in die Kinos.


Back for Good
Kinostart: 31.05.2018, FSK 12

Back for Good begleitet das Reality-TV-Sternchen Angie (Kim Riedle), während ihr Leben immer mehr aus den Fugen gerät. Um einen Platz im Dschungelcamp zu ergattern, führt sie einen Drogenentzug durch, doch dieser PR-Stunt liefert nicht die gewünschten Ergebnisse. Als ihr Manager sie auch noch verlässt und sie ihre Wohnung nicht mehr bezahlen kann, sieht sie sich gezwungen, zurück zu ihrer Mutter Monika (Juliane Köhler) und ihrer kleinen Schwester Kiki (Leonie Wesselow) zu ziehen. Kiki leidet an Epilepsie und wird in der Schule wegen ihres Schutzhelms gemobbt. Obwohl Monika der Beziehung skeptisch gegenübersteht, findet Kiki in Angie eine starke Vertrauensperson. Können die drei unterschiedlichen Frauen wieder zueinander finden?

Der Regisseurin Mia Sprengler ist mit ihrem Spielfilmdebüt Back for Good ein großer Erfolg gelungen: Der Film eröffnete auf der Berlinale 2017 die Sektion Perspektive Deutsches Kino.


Kinders
Kinostart: 31.05.2018, FSK: noch nicht bekannt

Für ihren Dokumentarfilm Kinders begleiteten die Brüder Arash und Arman T. Riahi Kinder, die am Musikförderprojekt "Superar" teilgenommen haben. Dabei geht es den Regisseuren nicht darum, die Arbeit des Projektes zu dokumentieren, sondern die Kinder im schulischen, sozialen und kreativen Umfeld zu begleiten und zu zeigen, wie es ihnen gelingt, dank der Kraft der Musik mit ihren schwierigen Lebensumständen zurechtzukommen.

Mithilfe von Musik werden schüchterne, ausgrenzte und sozial benachteiligte Kinder gestärkt. Sie können gleichzeitig ihren Gefühlen freien Lauf lassen und über Wut, Angst und Frustration, aber auch über Freude sprechen. Das Filmprojekt der "Riahi Brothers" zeigt stolze Kinder, ihre Wünsche und Sorgen.


Letztendlich sind wir dem Universum egal
Kinostart: 31.05.2018, FSK: noch nicht bekannt

David Lethivans wunderbares Jugendbuch Letztendlich sind wir dem Universum egal erzählt von "A", einer Art Bewusstsein, das jeden Tag im Körper einer anderen Person erwacht. Diese Personen sind immer etwa so alt wie "A" und wohnen in relativer Nähe zueinander, doch weitere Gemeinsamkeiten gibt es nicht: A lebt mal in einem gesunden und mal in einem kranken Körper, mal im Körper eines Jungen, dem eines Mädchen oder einer Transperson, erlebt einen Tag in einer privilegierten Familie oder als hart arbeitende Einwanderin. A kennt es nicht anders und bemüht sich, das Leben dieser Personen für diesen einen Tag so wenig wie möglich durcheinander zu bringen – doch dann verliebt sich A in Rhiannon und versucht, trotz der sich ständig ändernden Lebensumstände eine Beziehung zu ihr aufzubauen.

Die Annäherung zwischen den Jugendlichen bildet den Rahmen, aber nicht den Reiz von Levithans preisgekröntem Bestseller. Die Geschichte fordert dazu heraus, über Identität nachzudenken, über das Zusammenspiel zahlreicher Kategorien und Kontexte, die unsere Selbst- und Fremdwahrnehmungen formen. Dass dies so gut funktioniert, liegt auch daran, dass die Geschichte aus As Ich-Perspektive erzählt wird und Leser*innen aus der Innensicht miterleben, wie A die verschiedenen Körper und ihre Kontexte wahrnimmt. Um diese Leseerfahrung auf ein filmisches Erleben zu übertragen, hätte es vielleicht eines kleines Wunders bedurft – vielleicht aber auch einfach nur mehr Erfahrung und Mut, als Drehbuchautor Jesse Andrews und Regisseur Michael Sucsy sie mitbrachten: Ihre Adaption wurde von Kritik und Publikum eher verhalten aufgenommen.


Meine Tochter – Figlia Mia
Kinostart: 31.05.2018, FSK: noch nicht bekannt

Die zehnjährige Vittoria lebt auf Sardinien bei ihrer Mutter Tina. Sie ahnt nicht, dass nicht Tina, sondern die psychisch labile und verrufene Angelica ihre leibliche Mutter ist. Weil Angelica sich nicht um Vittoria kümmern konnte, gab sie diese an Tina und nimmt gegen Bezahlung keinen Kontakt zu ihrer Tochter auf. Als Angelica jedoch in Geldnot gerät und ihren Hof mit Pferden aufgeben muss, beharrt sie darauf, vorher ihrer Tochter den Hof zu zeigen. Das erste Treffen der beiden verläuft nicht gut, dennoch verspüren beide eine starke Bindung zueinander.

Laura Bispuris raues Drama feierte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2018, wo der Film im Wettbewerb gezeigt wurde. 

  

Kinostarts im Überblick:

03. Mai 2018: Das unmögliche Bild; Rara – Meine Eltern sind irgendwie anders; Sherlock Gnomes; Tage am Meer; Timgad; Träum weiter

10. Mai 2018: Isle of Dogs – Ataris Reise; Liliana Susewind – Ein tierisches Abenteuer; Wahrheit oder Pflicht; Was werden die Leute sagen

17. Mai 2018: Die Tochter; Wohne lieber ungewöhnlich; Zwei Freunde und ihr Dachs; Deadpool 2

24. Mai 2018: Luis und die Aliens; Solo: A Star Wars Story

31. Mai 2018: Back for Good; Kinders; Letztendlich sind wir dem Universum egal; Meine Tochter – Figlia Mia

 


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