von Sabine Planka

Ein Dämon verbreitet in der Welt der Lebenden Tod und Unheil. Und wieder ist es der Wanderer, der sich auf den Weg in die Welt der Toten machen muss, um zusammen mit seinen Freunden und Verbündeten dem Dämon das Handwerk zu legen.

Garbala, David Lozano: Puerta Oscura – Totengelächter (Band 2).
Aus dem Spanischen von Catalina Rojas Hauser und Kirstin Bleiel.
Loewe, Bindlach 2011.
640 S., 19,95 €
ISBN 978-3-7855-6864-4.

Inhalt
Der zweite Band der Reihe Puerta Oscura – Totengelächter knüpft direkt an den ersten Teil der Trilogie an: Nachdem Michelle und Pascal sicher aus der Welt der Toten zurück sind, lässt Marcel Laville die Pforte in das Hauptquartier der Wächter bringen, um sie dort sicherer bewachen zu können. Derweil wird Pascal mehrmals angegriffen, so dass er und seine Verbündeten wieder aktiv werden müssen. Zu ihnen haben sich ein weiterer von Pascals Mitschülern, Mathieu, und Daphnes Lehrling Edouard gesellt.

Schnell stellt sich heraus, dass der Junge Marc für die Angriffe auf Pascal verantwortlich ist und sich daran macht, die Köpfe des sogenannten Europäischen Dreiecks umzubringen, einer Organisation, in der sich Seher und Seherinnen organisiert haben. Marc kann zwei Köpfe der Organisation umbringen, den dritten lässt er durch seinen Diener, den nach Macht strebenden Pariser Magier André Verger, umbringen.

Bei seiner Reise in die Welt der Toten begegnet Pascal Beatrice wieder, beide fühlen sich anscheinend zueinander hingezogen, auch wenn beide wissen, dass eine Beziehung unmöglich ist. Pascal macht sich weiter auf die Suche nach Marc und gelangt in die Welt der Hausgeister, einer "spiegelbildlichen" Version der Stadt Paris, die jedoch düster und bedrohlich wirkt, zumal schnell klar ist, dass die Hausgeister mit Marc sympathisieren und Pascal angreifen. Pascal kehrt in die Welt der Lebenden zurück, wo derweil seine Verbündeten die wahre Identität Marcs herausgefunden haben: Es handelt sich um den Kinderschänder- und Mörder Marc Vicente, der, um wieder lebendig zu werden, das noch schlagende Herz des Wanderers benötigt.

In einem weiteren Handlungsstrang werden plötzlich in Paris blutleere Tote gefunden, die Kommissarin Betancourt auf den Plan rufen. Bei ihren Ermittlungen stößt sie auch auf André Verger. Der Grund für die Morde ist überraschend: Es stellt sich heraus, dass Beatrice einen Weg in die Welt der Lebenden gefunden hat, um Pascal, in den sie sich verliebt hat, nahe sein zu können. Allerdings lag auch lange die Vermutung auf der Hand, dass Jules, der im ersten Band vom Vampir gebissen wurde, selbst zu einem Vampir wird und sich an eventuelle Taten nicht erinnern kann, da Beatrice ihm ihre Verbrechen hat in die Schuhe schieben wollen.

André Verger als Marcs Diener hat inzwischen den Standort der Pforte ausfindig gemacht und kämpft gegen die Verbündeten. Marguerite Betancourt, die Verger im Zuge ihrer Ermittlungen gefolgt ist, wird bei dem Versuch, ihn zu stoppen, getötet. Erst der eintreffenden Beatrice gelingt es, Verger aufzuhalten: Sie stürzt sich mit ihm zusammen aus dem Fenster.

Währenddessen gelingt es Pascal bei seiner dritten Reise in die Welt der Toten Marc aufzuspüren und mithilfe seiner Verbündeten in der Welt der Lebenden und mithilfe einiger Wächter in der Welt der Toten zu stellen und wieder in die Verbannung in die Hölle zu schicken.

Kritik

Sehr verschachtelt wird die Handlung auf 640 Seiten in mehreren Handlungssträngen entwickelt und präsentiert sich auch hier als Mischung aus Gothic Novel und Horrorroman, allerdings weniger als Kriminalfall, steht doch die Handlung von vorneherein im Zeichen des Phantastischen. So ist es wieder Pascal, der allein in die Welt der Toten gehen und den Dämon stellen muss, sich dabei aber der Unterstützung seiner Verbündeten sicher ist, die – wie Dominique – sogar ihr Leben für ihn lassen.

Fazit

Auch der zweite Band von Garbalas Trilogie präsentiert sich spannungsreich und offenbart überraschende Wendungen, die nicht zu erwarten gewesen wären. Obwohl sich die zahlreichen Handlungsstränge am Ende logisch zusammenfügen, sind sie allerdings zu Beginn der Handlung teilweise etwas unübersichtlich und schwer miteinander in Einklang zu bringen, bis es zur Auflösung kommt.

 

Hier geht es zu der Rezension von Band 1.


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