Im Rahmen eines Lehr- und Forschungsprojekts zur Intermedialität von Kinder- und Jugendliteratur fand während des Wintersemesters 2009/10 ein Thematisches Proseminar über die Filmadaptionen der beliebten Erzählungen Astrid Lindgrens statt. Gemeinsam mit den SeminarteilnehmerInnen erarbeiteten Christine Proske, Dr. Tobias Kurwinkel und Dr. Philipp Schmerheim Filmanalysen zu den Adaptionen der Geschichten um Protagonisten wie Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter oder den Kindern von Büllerbü oder Madita.

Internetseite Astrid Lindgren Intermedial

Weitere Informationen bietet Ihnen die Internetseite des Projektes.

Die Analysen spüren den Filmadaptionen nach, analysieren deren Gestaltung und Motivik und erfragen dabei, ob grundsätzliche Unterschiede zur filmischen Adaption von Erwachsenenliteratur existieren.

Einzelne Analysen sind im Juli 2012 zusammen mit Beiträgen etablierter Kinder- und Jugendmedienforscher in dem Sammelband Astrid Lindgrens Filme. Auralität und Filmerleben im Kinder- und Jugendfilm bei Königshausen & Neumann erschienen. Die Publikation bildet den Auftakt zu der von Dr. Tobias Kurwinkel, Philipp Schmerheim und Annika Kurwinkel herausgegebenen Reihe "Kinder- und Jugendliteratur Intermedial".

Die Beiträge des Sammelbands zeigen dabei auf, dass vor allem aurale Elemente die Filme strukturieren, die in ihnen behandelten Motive transportieren und die Geschichten für Kinder und Jugendliche rezipierbar gestalten. Beispiele für aurale Elemente sind nicht nur Musikstücke, sondern auch die rhythmische Verknüpfung von Bild und Ton sowie die Montage im Allgemeinen. Insbesondere über Lieder, Leitmotive, Wiederholungen, Umkehrungen und kontrapunktische Sequenzstrukturen werden die Lindgren-Adaptionen aural strukturiert.

Den Abschluss des Seminars bildete eine Filmreihe im Filmmuseum Düsseldorf mit Vorträgen von Kinder- und Jugendliteraturforschern wie Prof. Dr. Bettina Kümmerling-Meibauer (Tübingen) und Dr. Astrid Surmatz (Amsterdam). Zudem gab es eine Gesprächsrunde mit der Pippi-Langstrumpf-Darstellerin Inger Nilsson und Silke Weitendorf, der Verlagsleiterin des Oetinger Verlags, der das Werk Lindgrens in Deutschland betreut und publiziert.

Von links nach rechts: Silke Weitendorf, Inger Nilsson, Philipp Schmerheim, Christine Proske, Tobias Kurwinkel. Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

 

 


Alle Informationen über das Projekt "Astrid Lindgren Intermedial" finden Sie auf der folgenden Internetseite:

lindgren.phil-fak.uni-duesseldorf.de

Der Sammelband "Astrid Lindgrens Filme. Auralität und Filmerleben im Kinder- und Jugendfilm" wird hier und hier vorgestellt.

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