von Dr. phil. Kirsten Kumschlies

Alice träumt sich ins Wunderland und erlebt dort unvorstellbare, äußerst merkwürdige Dinge – ein Klassiker der Kinderliteratur, dessen Popularität eng verknüpft ist mit zahlreichen medialen Adaptionen. Vielleicht der Prototyp kinderliterarischer Fantastik schlechthin…

Handlung

Alice liegt mit ihrer Schwester im Garten und langweilt sich. Die Schwester liest in einem Buch ohne Bilder, Alice fragt sich: "Wozu sollen Bücher ohne Bilder und Gespräche gut sein?" Da sieht sie plötzlich ein weißes Kaninchen mit einer Uhr in der Westentasche, das vor sich hin murmelt, es komme zu spät. Neugierig folgt Alice dem Kaninchen, klettert ihm nach in seinen Bau, und landet: im Wunderland! Das freilich realisiert die Titelheldin nicht sofort. Sie findet sich wieder in einem Raum mit vielen Türen. Nach einer kurzen Phase der Ratlosigkeit entdeckt sie einen goldenen Schlüssel, der für die kleinste der Türen passt. Doch Alice ist zu groß, um hindurchzugehen. Das aber will sie unbedingt, denn durch die kleine Tür kann sie einen Blick in das verheißungsvolle, verlockende Wunderland erhaschen. Abhilfe bringt ein Getränk, das die Protagonistin schrumpfen lässt. Endlich findet Alice Eingang ins Wunderland – und der Trubel beginnt in einem Land voller Absurditäten, Paradoxien und skurrilen Figuren, die Alice meistens angriffslustig zurechtweisen. Alle Ordnungsprinzipien gelten hier nicht mehr, die Welt wird bestimmt durch Nonsense und Unsinn. Die starren Konventionen des viktorianischen Zeitalters, in dem das Buch entstand, haben ihre Gültigkeit verloren. Ständig verändert Alice ihre Größe, wächst oder schrumpft, sobald sie etwas isst oder trinkt. Auch die Zeiteinheiten haben keine Gültigkeit mehr: Uhren zeigen z.B. Tage an, keine Stunden. Zeit und Raum geraten ins Wanken. Im Wunderland durchläuft Alice mehrere Stationen, einem Irrgarten gleich. So weist die Handlung episodenhaften Charakter auf.

Da ist die verrückte Teegesellschaft mit dem verrückten Hutmacher und dem Märzhasen. Alice trifft auf eine schlecht gelaunte Raupe, die von dem Mädchen verlangt, Gedichte aufzusagen und auf eine Grinsekatze, die sich plötzlich in Luft auflöst. Freundlichkeit begegnet der Protagonistin nur selten. Die Wunderlandwesen sind launisch, lassen sich schnell beleidigen, "beginnen absurde Gespräche, stellen dem Mädchen sinnlose Rätselfragen, kommandieren es herum oder führen es heimtückisch auf falsche Pfade" (Friese 1995, S. 109).

Den Höhepunkt der absurden Ereignisse bildet das Krocketspiel der Herzkönigin, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie ewig kreischend fordert, man möge jemandem den Kopf abschlagen. Beim Krocket fungieren Flamingos als Schläger und Igel als Bälle. Doch damit nicht genug der Absurdität: Die Mitspieler sind Tiere und lebendige Spielkarten.

Alles gipfelt in einer Gerichtsverhandlung, bei der der Herzbube angeklagt wird, weil er der Herzkönigin Kuchen gestohlen hat. Der verrückte Hutmacher tritt als Zeuge auf. Auch Alice wird in den Zeugenstand gerufen, doch sie ist gerade wieder so sehr gewachsen, dass sie mit ihrer Größe den ganzen Gerichtssaal durcheinander wirbelt. Noch vor dem Urteilsspruch will die Herzkönigin alle hinrichten lassen, die Spielkarten stürzen auf Alice herab – und sie erwacht. Vorbei ist der Traum vom unsinnigen Wunderland!

Populärrezeption

Alice in Wonderland erschien 1865 und gilt bis heute unumstritten als Klassiker der Kinderliteratur (vgl. Hurrelmann 1995, Lexe 2003, Schilcher 2012). Verfasst wurde es von dem Mathematikprofessor Charles Lutwidge Dodgson, der das Pseudonym Lewis Carroll benutzte (zur Entstehungsgeschichte vgl. den Beitrag zu Lewis Carroll). Sieben Jahre später veröffentlichte Carroll die Fortsetzung unter dem Titel Through the Looking-Glass and What Alice Found There (deutsch: Alice hinter den Spiegeln). Beide Bände erfreuten sich von Anfang an hoher Beliebtheit und erreichten hohe Auflagenzahlen (vgl. Friese 1995, S. 108). Jedoch wurde das Werk nicht nur positiv aufgenommen: "Viele zeitgenössische Kritiker lehnten das Werk wegen der Nonsense-Episoden und der satirischen Darstellung von Erwachsenen und Institutionen (wie z.B. der Justiz) ab", resümiert Bettina Kümmerling-Meibauer (2004, S.193) und führt aus: "Der Erfolg des Buches setzte erst allmählich ein. Um die Popularität seines Werkes zu erhöhen, erdachte C. Wunderlandlieder und -spiele" (ebd.). Den weltweiten Durchbruch verschaffte dem Werk schließlich der Disney-Film aus dem Jahr 1951 (vgl. ebd.).

Der Erfolg und die Bekanntheit der verrückten Geschichte von Alice im Wunderland sind bis heute ungebrochen, was vor allem an den zahlreichen medialen Adaptionen liegt: Es gibt mehrere filmische Adaptionen, Zeichentrick-Fassungen, Hörbuch-Versionen, Hörspiel-Fassungen und viele Bühnenbearbeitungen für das Theater. So gilt das Werk als "einer der bekanntesten Texte der literarischen Fantastik" (Abraham 2012, S. 102). Die erste filmische Adaption stammt aus dem Jahr 1903, ein Stummfilm unter der Regie von Cecil Hepworth, die neueste ist ein 3-D-Film von Tim Burton, der 2010 in den Kinos lief (2016 erschien eine Fortsetzung unter dem Titel Alice hinter den Spiegeln, die sich aber nur sehr frei an Carrolls Vorlage orientiert).

Analyse und Wissenschaftliche Rezeption

Aufgrund des unbestrittenen Klassikerstatus erfahren Alice im Wunderland und seine medialen Adaptionen bis heute viel Beachtung in der wissenschaftlichen Diskussion. Friese macht auf die Schwierigkeiten bei der Übersetzung des englischen Textes aufmerksam, die sich insbesondere bei den Sprachspielen zeigen:

"Carrolls Geschichte handelt von dem unentwegten Kampf des Mädchens gegen Mißverständnisse. Folgt Alice brav der meist mürrischen Aufforderung eines der Wunderlandwesen, ein Gedicht vorzutragen, kommt aus ihrem Mund reiner Nonsense, der in Wortlaut und Versmaß jedoch an das Original, einem im viktorianischen England allseits bekannten Kinderreim, erinnert. Diese Persiflagen können in der Übersetzung nur substituiert werden, damit Witz und Aussage des Buches erhalten bleiben" (Friese 1995, S. 118).

Als "weitere Übersetzer-Falltür" bezeichnet Friese "Carrolls Spiel mit dem Gleichklang von Satzkonstruktionen oder Wörtern, die verschiedenen Bedeutungen zugeordnet werden können" (ebd.). Zudem birgt die Namensgebung einiger Wunderlandwesen Schwierigkeiten bei der Übersetzung, worauf auch Ulf Abraham verweist, z.B. den englischen, sprichwörtlichen  Gebrauch der Begriffe Mad Hatter (to be mad as a hatter) und Cheshire cat (grin like a cheshire cat) (vgl. Abraham 2012, S. 102).

Heidi Lexe rückt das Motiv der kindlichen Verweigerung, das für sie konstitutiv für einen Klassiker ist, in das Zentrum ihrer Analyse. Sie sieht ein Leitmotiv in der feindlichen Welt, der Alice im Wunderland begegnet und die der "Dramaturgie eines Traumes" (Lexe 2003, S. 101) folgt. Die Sicherheit von Raum und Zeit sei hier für Alice komplett aufgehoben, führt sie aus, weiter spiegele sich die "Unzuverlässigkeit von Logik und Rationalität in der Unzuverlässigkeit von Sprache und Kommunikation wider" (ebd., S.102). Lexe verweist auf den Umstand, dass Alice sich aber bereitwillig auf das Wunderland einlässt und bereit ist, sich hier zu beteiligen. Das zeigt sich, als Alice das Getränk trinkt, woraufhin sie schrumpft und damit durch die Tür passt, die ihr Einlass ins Wunderland gewährt. Lexe hebt hervor, dass die Protagonistin sich mit dieser Aktion auf die Gesetzmäßigkeiten des Wunderlands einlässt. Allerdings werde sie durch diese Aktion kein Teil der fantastischen Welt. Laut Lexe ist Alice nicht "integriert", sondern vielmehr "konfrontiert": "Diese Konfrontation bringt jedoch zunehmende Verunsicherung und Selbstentfremdung mit sich" (ebd.). Die Verunsicherung wird bei Alice durch den Verlust ihres Schulwissens begünstigt: So kann sie sich z.B. an auswendig gelernte Gedichte nicht mehr erinnern. Beim Versuch, diese aufzusagen (z.B. als die Raupe sie dazu auffordert) kommt nur Unsinn aus Alices Mund. Lexe hebt hervor, dass dies für Alice gleichbedeutend ist mit dem Verlust ihrer Identität (vgl. ebd., S. 103). Jedoch bleibe "Alices kindliche Wissbegierde das treibende Moment der Geschichte" (ebd.). Von dieser getrieben läuft die kindliche Hauptfigur von Station zu Station, wodurch der Roman seinen episodenhaften Charakter erlangt. Bemerkenswert ist nach Lexe, dass Alice immer für sich allein steht, "weder entstehen Sympathien zwischen ihr und den Wunderlandwesen, noch werden Freundschaften geschlossen, es reicht nicht einmal zu temporären Allianzen" (ebd.). Die Kommunikation zwischen Alice und den Wunderlandbewohnern ist stets zum Scheitern verurteilt: Das Mädchen scheint nie die richtigen Worte zu finden, so betont Lexe in ihrer Analyse. Doch sie hebt auch den Entwicklungsprozess hervor, den Alice im Verlauf ihrer Wanderung durch das Wunderland durchläuft. Einschneidendes Moment ist nach Lexe die Begegnung mit der Raupe, von der Alice erfährt, dass sie ihre Größe durch den Pilz selbst regulieren kann, so finde Alice langsam zur Selbstsicherheit (vgl. ebd., S. 104). In der Begegnung mit der Herzkönigin schließlich, zeigt Alice sich als kämpferisches, eigenwilliges Mädchen, das seine Schüchternheit verloren hat. In der Schlussszene begehrt die Protagonistin heftig gegen die lächerliche Willkür der Herzkönigin auf, die sich darin zeigt, dass sie den Angeklagten bei der Gerichtsverhandlung zuerst hinrichten und danach verurteilen lassen will (vgl. Carroll 2002, S. 136). Dazu schreibt Lexe in Anlehnung an Eberhard Kreutzer:

"Alice erhält unwillkürlich ihre eigene Größe zurück und wächst in einem "Akt der unwillkürlichen Selbstbefreiung buchstäblich über das wahnwitzige Traumgeschehen hinaus.  Indem Alices 'stuff and nonsense' nicht auf die Forderung der Herzkönigin beschränkt bleibt, sondern als Absage an das gesamte Wunderland gedeutet werden kann, bekommt Alices klare Abgrenzung Bedeutung als Widerstand gegen die Erwachsenenwelt, deren Züge das  Wunderland trägt" (Lexe 2003, S. 105).

Die Schlussszene endet im vermeintlichen Chaos, das Lexe zufolge jedoch "letztlich erstarrte Rituale repräsentiert, an die sich jeder selbstverständlich hält und die jeder handzuhaben imstande ist – bis auf Alice" (ebd.). In der Unbeweglichkeit der Wunderlandwesen sieht Lexe ein alle vereinendes Element:

"Die Lethargie der Raupe, das Grinsen der Cheshire Katze, die andauernde Tee-Zeremonie von März Hasen, Hutmacher und Siebenschläfer, der Drang der Herzogin, alles auf eine verschrobene Moral zu reduzieren, das Selbstmitleid der Mock Turtle – all diese Szenen und Eigenschaften, die mit unglaublich langatmiger Reaktion und körperlicher Starrheit der Figuren verbunden sind, zeichnen eine kafkaeske Welt der Erwachsenen, denen Wissbegierde, gegenseitiges Verständnis und Phantasiebereitschaft fremd geworden sind" (ebd., S. 105f.).

Weiterhin verweist Lexe auf das Motiv der Elternferne, das ihrer Deutung zufolge ebenfalls ein typisches Merkmal für einen Klassiker der Kinderliteratur ist: Im Text werden Alices Eltern nie erwähnt, nur die Schwester, die in der Eingangsszene ein aus Alices Sicht langweiliges Buch ohne Bilder liest. Dieses Motiv wird in einigen filmischen Adaptionen aufgebrochen: Im japanischen Anime-Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1983 ist Alice fest verwurzelt in ihrem Elternhaus, und sie wechselt von Folge zu Folge zwischen Realwelt und Wunderland hin und her. Im 3D-Film von Tim Burton aus dem Jahr 2010 ist Alice schon erwachsen und hat eine Mutter, die zu Beginn des Films auftritt.

Auf die verschiedenen medialen Adaptionen des Alice- Stoffs gehen Christine Lötscher und Ingrid Tomkowiak (2014) ein, indem sie den Einsatz, die Funktion und das Potenzial der Musik in einigen Varianten untersuchen. Ausgangspunkt ist hier die Prämisse: "Lewis Carrolls Wunderland ist eine Welt aus Sprache und damit eine Welt aus Klang“ (Lötscher/Tomkowiak 2014, S. 45). Wenngleich sich der Musikeinsatz in den zahlreichen Adaptionen eklatant voneinander unterscheidet, zumal diese ja auch inhaltlich stark voneinander abweichen (der Film von Tim Burton aus dem Jahr 2010 erzählt von einer erwachsenen Alice und entwirft auf dieser Basis eine ganz neue Handlung, nur das Figurenarsenal ist der Textvorlage entnommen), kommen die Autorinnen zu einem vereinenden Schluss:"In den meisten Alice-Filmen hat die Musik die Funktion, Alltag und Wunderland als Gegenwelten für das Publikum sinnlich fühlbar zu machen“ (ebd., S.56). Sie resümieren, "dass es auch die Musikalität von Lewis Carrolls Sprache ist, die dem Alice-Stoff jene Offenheit gibt, welche zu unterschiedlichsten Interpretationen provoziert" (ebd., S. 57). Keine der Adaptionen komme "um referenzielle Verspieltheit herum" (ebd.) – auch dies mag ein Grund sein, weshalb Alice im Wunderland bis heute aktuell und populär ist.


Bibliografie

Primärliteratur

  • Carroll, Lewis: Alice im Wunderland. Aus dem Englischen von Christian Enzenberger. Mit Illustrationen von John Tenniel. Frankfurt a.M.: Insel 1973.
  • Carroll, Lewis: Alice hinter den Spiegeln Mit Illustrationen von John Tenniel. Frankfurt a.M.: Insel 1973.

Filme

  • Alice im Wunderland (Zeichentrickserie, Shigeo Endo, Koichi Motohashi, 1983);
  • Alice im Wunderland (Disney, Geronimi, Clyde u.a., 1951)
  • Alice im Wunderland (Tim Burton 2010)
  • Alice im Wunderland 2: Hinter den Spiegeln (James Bobin, 2016)

Sekundärliteratur

  • Abraham, Ulf: Fantastik in Literatur und Film. Eine Einführung für Schule und Hochschule. Berlin: Erich Schmidt 2012.
  • Hurrelmann, Bettina (Hrsg.): Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Frankfurt a.M.: Fischer Taschenbuch 1995.
  • Friese, Inka: Alice im Wörterwald - Lewis Carrolls 'Alice im Wunderland' und die Probleme bei der Übersetzung. In: Hurrelmann, Bettina (Hrsg.): Klassiker der Kinder-und Jugendliteratur. Frankfurt a.M.: Fischer Taschenbuch 1995. S. 107-10.
  • Kruse, Iris: Intermediale Lektüre(n). Ein Konzept für Zu- und Übergänge in intermedialer Lehr- und Lernarrangements. In: Möbius, Thomas/ Tomkowiak, Ingrid/Weinkauff, Gina/ Dettmar, Ute (Hrsg.): Kinder-und Jugendliteratur im Prozess der Medienkonvergenz. Adaption – Hybridisierung – Intermedialität. Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang 2014. S. 179-198.
  • Kümmerling-Meibauer, Bettina: Klassiker der Kinder-und Jugendliteratur. Ein internationales Lexikon. Band 1. A-G. Stuttgart: Metzler 2004.
  • Lexe, Heidi: Pippi, Pan und Potter. Zur Motivkonstellation in den Klassikern der Kinderliteratur. Praesens: Verlag für Literatur-und Sprachwissenschaft 2003.
  • Lötscher, Christine/Tomkowiak, Ingrid: Referentielle Verspieltheit. Funktion und Potential der Musik in Alice-Adaptionen. In: Möbius, Thomas/ Tomkowiak, Ingrid/Weinkauff, Gina/ Dettmar, Ute (Hrsg.): Kinder-und Jugendliteratur im Prozess der Medienkonvergenz. Adaption – Hybridisierung – Intermedialität. Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang 2014. S. 45-58.
  • Schilcher, Anita: Was sind "Klassiker" der internationalen Kinder-und Jugendliteratur? Aspekte des Klassikerbegriffs. In: Schilcher, Anita/Pecher, Claudia Maria (Hrsg.): "Klassiker" der internationalen Jugendliteratur. Kulturelle und epochenspezifische Diskurse aus Sicht der Fachdisziplinen. Band 1. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren. S. 1-28.

Erstveröffentlichung: 08.02.2014, zuletzt aktualisiert: 03.07.2017

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