- Erstveröffentlichung: 27.02.2023
Finding a Safe Home in Books. Die dritte IBBY European Regional Conference findet am 9. März 2023 auf der Internationalen Kinderbuchmesse in Bologna statt.
Finding a Safe Home in Books. Die dritte IBBY European Regional Conference findet am 9. März 2023 auf der Internationalen Kinderbuchmesse in Bologna statt.
[02.05.2019]
Leseverstehen und literarische Bildung sind wichtige Ziele des Deutschunterrichts. Wie lassen sich diese Ziele umsetzen? Die Tagung gibt verschiedene Anregungen für die Praxis des Lese- und Literaturunterrichts. Vor dem Hintergrund der Forschungsergebnisse aus dem Projekt TAMoLi - Texte, Aktivitäten und Motivationen im Lese- und Literaturunterricht in der Sekundarstufe I - werden Entwicklungsmöglichkeiten zur Gestaltung des Literaturunterrichts präsentiert und diskutiert. Außerdem eröffnen Begegnungen im kulturellen Leben der Gegenwart vielfältige Zugänge zur Literatur: Aktuelle Kinder- und Jugendbücher, digitales Lernen im Literaturunterricht und eine Autorenlesung geben Impulse für das Schulleben. Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur spricht ein Grußwort.
Zielgruppe:
Lehrkräfte der Sekundarstufe, Deutschdidaktikerinnen und -didaktiker, Lehramtsstudierende, Lehramtsanwärterinnen und -anwärter, Interessierte
Programm:
Workshops
Vormittags-Workshops (V1-V5)
V1: Ein schwieriges Verhältnis: Komplexität und Lenkung im Umgang mit Literatur, Dr. Jochen Heins, Universität Hamburg
Zwischen dem Ideal, dass Lernende selbstständig mit Literatur umgehen, und den besonderen Verstehensherausforderungen in literarischen Texten besteht ein Spannungsverhältnis. Die Herausforderungen werden üblicherweise über Lernaufgaben und im Gespräch moderiert. Wie kann Lenkung in einer Weise erfolgen, die die Selbständigkeit der Schülerinnen und Schülern nicht aus dem Blick verliert? Auf der Basis empirischer Erkenntnisse und anhand von Unterrichtsbeispielen soll das schwierige Verhältnis zwischen Komplexität der Anforderungen und Lenkung in Lernsituationen untersucht werden.
V2: Lese- und Literaturunterricht mit dem Tablet, Jan Säfken, Lehrer, Universität Hildesheim
Digitale Medien eröffnen neue und vielfältige Formen der Textbegegnung. Literarisches Lernen meint hier, sich Texte medial durch szenische, visuelle oder akustische Eigenproduktionen zu eigen zu machen. Der Praxisworkshop gibt Anregungen und zeigt Unterrichtsszenarien literarischen Lernens im Kontext der Digitalisierung.
V3: Fantastische Lektüren und wie sie zu finden sind, Dr. Volker Pietsch, Universität Hildesheim
Wenn sich Jugendliche für Literatur begeistern können, dann oft für Titel der Sparten Fantasy, Science-Fiction und Grusel. Die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Genres ist deutlich gestiegen, aber noch immer klafft hier vielerorts eine Lücke zwischen privaten Vorlieben und Unterrichtslektüre. Erschöpft sich das Potenzial der Fantastik in der Motivation der Schülerinnen und Schüler im Sinne der Leseförderung oder kann es für andere Ziele des Deutschunterrichts einen Mehrwert haben?
V4: Kurze Prosa mit großem Potenzial: Neue Kurzgeschichten im Literaturunterricht, Prof. Dr. Irene Pieper, Universität Hildesheim
In den Jahrgängen 8 und 9 spielen Kurzgeschichten zu Recht eine wichtige Rolle. Ihr Potenzial für das literarische Lernen ist groß. Gerade aktuellere Texte können reizvolle Gegenstände für den Literaturunterricht sein. Dabei lohnt sich ein Blick in die internationale Literatur, die häufig in hervorragenden Übersetzungen vorliegt. Im Workshop sollen Zugänge zu aktuellen Kurzgeschichten der dänischen Autorin Dorthe Nors und des Schweizer Autors Martin Suter vorgestellt und diskutiert werden.
V5: Comic, Graphic Novel & Co.: (Bild-)Lesekompetenz und literarisches Lernen, Dr. Annette Wagner, Lehrerin, Universität Hildesheim
Es gibt aktuell einen großen und vielfältigen Comic-Markt: von den Lustigen Taschenbüchern über Klassiker wie Asterix und Lucky Luke, Medienverbundproduktionen à la Star Wars bis zum japanischen Manga und komplexen Graphic Novels für Jugendliche und Erwachsene. Allen gemeinsam ist die Art, in einer Abfolge von Bildsequenzen zu erzählen, sowie das freizeitliche Leseinteresse, das ihnen von Klein bis Groß entgegengebracht wird. Im Workshop sollen unterrichtliche Zugänge zu dem beliebten Genre vorgestellt werden, die Ideen zur inhaltlichen und literarästhetischen Rezeption geben wie auch Anregungen, selbst Comics zu zeichnen.
Nachmittags-Workshops (N1-N5)
N1: Ein schwieriges Verhältnis: Komplexität und Lenkung im Umgang mit Literatur, Dr. Jochen Heins, Universität Hamburg
Zwischen dem Ideal, dass Lernende selbstständig mit Literatur umgehen, und den besonderen Verstehensherausforderungen in literarischen Texten, besteht ein Spannungsverhältnis. Die Herausforderungen werden üblicherweise über Lernaufgaben und im Gespräch moderiert. Wie kann Lenkung in einer Weise erfolgen, die die Selbständigkeit der Schüler/innen nicht aus dem Blick verliert? Auf der Basis empirischer Erkenntnisse und anhand von Unterrichtsbeispielen soll das schwierige Verhältnis von Komplexität der Anforderungen und Lenkung in Lernsituationen untersucht werden.
N2: Lese- und Literaturunterricht mit dem Tablet, Jan Säfken, Lehrer, Seminarleiter, Universität Hildesheim
Digitale Medien eröffnen neue und vielfältige Formen der Textbegegnung. Literarisches Lernen meint hier, sich Texte medial durch szenische, visuelle oder akustische Eigenproduktionen zu eigen zu machen. Der Praxisworkshop gibt Anregungen und zeigt Unterrichtsszenarien literarischen Lernens im Kontext der Digitalisierung.
N3: Fantastische Lektüren und wie sie zu finden sind, Dr. Volker Pietsch, Universität Hildesheim
Wenn sich Jugendliche für Literatur begeistern können, dann oft für Titel der Sparten Fantasy, Science-Fiction und Grusel. Die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Genres ist deutlich gestiegen, aber noch immer klafft hier vielerorts eine Lücke zwischen privaten Vorlieben und Unterrichtslektüre. Erschöpft sich das Potenzial der Fantastik in der Motivation der Schülerinnen und Schüler im Sinne der Leseförderung oder kann es noch für andere Ziele des Deutschunterrichts einen Mehrwert haben?
N4: Welchen Gewinn sehen Heranwachsende im Literaturunterricht? Einsichten in Wahrnehmungsmuster. Ergebnisse aus Interviews mit Schülerinnen und Schülern, Simone Depner, Universität Hildesheim
Die Auseinandersetzung mit Literatur ist ein zentrales Element des Deutschunterrichts. Die Qualität solcher literaturbezogenen Bildungsprozesse steht häufig im Zusammenhang mit einem „richtigen“ Handeln der Lehrkräfte. Wie aber sehen Schülerinnen
und Schüler ihren Literaturunterricht? Im TAMoLi-Projekt wurden auch die Lernenden interviewt, um die Bedeutung des Literaturunterrichts aus ihrer Perspektive auszuloten. Wir wollen die Einschätzungen und Wahrnehmungen der Heranwachsenden betrachten, um diese Erkenntnisse für eine gelingende Lesesozialisation in zukünftigen Unterrichtsvorhaben berücksichtigen zu können.
N5: Aktuelle Kinderliteratur für die Jahrgangsstufen 5/6, Katja Bauer und Imke Hanssen, Akademie für Leseförderung Niedersachsen
Eine Klassenlektüre muss viele Ansprüche erfüllen: Sie soll zur Lerngruppe passen, die Schülerinnen und Schüler fördern und fordern, gleichzeitig das Interesse wecken und möglichst nicht schon den Großeltern aus der eigenen Schulzeit bekannt sein. Die Orientierung auf dem Buchmarkt gestaltet sich aufgrund der Fülle an Neuerscheinungen schwierig. In der Fortbildung wird eine Auswahl von aktuellen Kinderbüchern auf unterschiedlichen Lesestufen für die Klassenstufen 5/6 vorgestellt. Außerdem werden verschiedene Bucheinstiege, Methoden und Ideen für den produktions- und handlungsorientierten Literaturunterricht präsentiert und von den Teilnehmenden erprobt.
Termin:
Mi., 6. November 2019, 9:30-17:00 Uhr
Ort:
Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover, Waterloostr. 8, 30169 Hannover
Veranstalter:
Akademie für Leseförderung Niedersachsen in Kooperation mit der Universität Hildesheim
Teilnahmegebühr:
kostenlos
Anmeldeschluss:
23. Oktober 2019
Zur Anmeldung gelangen Sie hier.
[Webseite der Akademie für Leseförderung Niedersachsen]
[09.08.2019]
Vom 8.-10. November 2019 findet auf der Burg Ludwigstein bei Witzenhausen die Tagung "Jugend bewegt Literatur. Lisa Tetzner, Kurt Kläber und die Literatur der Jugendbewegung" statt. Die Tagung ist als Auftaktveranstaltung zur Arbeit einer wissenschaftlich-literarischen Gesellschaft gedacht, die das Werk der Autorinnen und Autoren sowie die mit ihm verwandte Literatur und zeithistorische kulturelle und politische Bezüge erforschen und vermitteln möchte.
Die Tagung wird an die künstlerischen Anfänge des Schriftstellerehepaars erinnern, dessen Bedeutung für die Geschichte der deutschsprachigen Literatur, insbesondere der Kinder- und Jugendliteratur, nicht überschätzt werden kann. In der Jugendbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielten diverse politische und weltanschauliche Strömungen ein Forum und neue Anhängerinnen und Anhänger aus den Reihen der beteiligten Akteurinnen und Akteure. Besonders virulent wurden im Folgenden die völkisch-nationale und die sozialistisch-kommunistische Ausrichtung. Während sich einige Intellektuelle auf nationale Symboliken und Narrative einließen, suchten andere das international verbindende in Kunst und Kultur. Weitere Persönlichkeiten, die zum Bekanntenkreis von Tetzner und Kläber gehörten und an denen das ideologische Schisma besonders deutlich wird, waren beispielsweise Erich Weniger, Friedrich Muck-Lamberty, Gertrud Prellwitz, Hans Baumann, Paul Geheeb, Hans Friedrich Blunck und Max Barthel. Wie sich die Ideen aus dem Umfeld von Jugend- und Wandervogelbewegung in der zeitgenössischen Kinder- und Jugendliteratur niedergeschlagen haben, soll in den forschungs- und biographiebasierten Beiträgen der Tagung erarbeitet und an aktuellen Projekten diskutiert werden.
Programm
8. November 2019
9. November 2019
10. November 2019
Anmeldungen zu der Tagung sind bis zum 1. September 2019 per E-Mail möglich:
[Quelle: Tagungsankündigung]
Online-Tagung zum Thema "Frühkindliches Spiel und literarische Rezeption" am 02.03.2023
Die Universitäten Bremen und Augsburg veranstalten eine Tagung zum Thema „Idyllen und Sehnsuchtsorte in der Kinder- und Jugendliteratur und in Kinder- und Jugendmedien. Fachwissenschaftliche Analysen und fachdidaktische Modellierungen“, die vom 2. bis 3. Dezember 2022 in Augsburg stattfindet.
Im März 2023 findet an der Universität Leipzig die Tagung „Jugend in ‚blühenden Landschaften‘. Erzähltes Heranwachsen in den 2000er Jahren im Osten Deutschlands“ statt.
Vom 26.-27. Juli 2024 richten die Universitäten Osnabrück und Berlin gemeinsam die Tagung "Gender und Sexualität in der Literatur- und Mediendidaktik" in Osnabrück aus.
Zusammen mit der Uni Siegen veranstaltet die Phantastische Bibliothek Wetzlar am Wochenende des 17. und 18. Februar 2023 eine Tagung für pädagogische Fachkräfte, Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Bibliothekarinnen und Bibliothekare und einfach an KJL interessierte Menschen unter dem Titel In den tiefen Wald hinein… Waldbegegnungen in der Kinder- und Jugendliteratur aus literarischer und bilderbuchkünstlerischer Perspektive.
Die Spurensuche-Tagung zum Thema "glücklich leben. LebensKunst in der Kinder- und Jugendliteratur" wird von der STUBE in Kooperation mit dem Medienforum Bistum Essen, Katholische Akademie Die Wolfsburg, Borromäusverein e.V. und Jugendstil vom 16. bis 18. Februar 2024 in Mühlheim an der Ruhr ausgerichtet.
Anlässlich ihres 50. Todestages widmet sich erstmals eine internationale Tagung dem journalistischen, literarischen Werk und dem gesellschaftlichen Wirken Jella Lepmans. Die Veranstaltung findet am 8. und 9. Oktober 2020 in München in der Bayerischen Staatsbibliothek sowie in der Internationalen Jugendbibliothek statt.