- Erstveröffentlichung: 13.02.2023
An der Universität Wien findet vom 18. bis zum 22. September 2022 das 24. Symposium Deutschdidaktik zu dem Thema Dimensionen des Politischen statt. Abstracts können bis zum 01.11.2021 eingereicht werden.
[17.02.2020]
Vom 04. bis zum 05. Dezember 2020 findet an der Universität Augsburg die 35. Tagung der AG Medien im Symposion Deutschdidaktik e. V. zu dem Thema Mit Wirklichkeitskonstruktionen im Deutschunterricht umgehen statt. Abstracts können bis zum 01.05.2020 eingereicht werden.
Wirklichkeit existiert stets als wahrgenommene Wirklichkeit. Sie wird aus Erfahrungen konstruiert und diskursiv immer wieder neu verhandelt. Diese Erkenntnis ist für eine demokratische und plurale Gesellschaft essenziell. Was wir als Wirklichkeit wahrnehmen und wie wir es bewerten, hängt entscheidend von subjektiven Wirklichkeitsannahmen und deren sozialer Aushandlung ab: z.B. Migration als Chance oder Krise, den Klimawandel als Erfindung der Chinesen oder als wissenschaftliche Tatsache.
In einer digitalisierten Welt findet die Aushandlung von solchen Wirklichkeitskonstruktionen zunehmend online statt – nicht zuletzt über sogenannte soziale Medien. Wie die aktuelle Debatte um Fake News und Echokammern zeigt, verschwimmt dort jedoch deutlich stärker als bislang die Grenze zwischen real und fiktiv, faktual und fiktional. Umso wichtiger wird in einem solchen Umfeld die Fähigkeit zur Orientierung, zur Kritik und zur diskursiven Partizipation.
Für die Deutschdidaktik ist die Konstruktion bzw. Konstruiertheit von Wirklichkeit von grundlegender Relevanz. Dabei geht es zunächst um die Mittel und die Praktiken, mit denen unterschiedliche faktuale und fiktionale Welten entworfen und inszeniert werden. Davon ausgehend lässt sich fragen, welche Kompetenzen notwendig sind, um diese reflektiert auf die eigene Lebenswelt beziehen und eventuell auch selbst verantwortungsvoll produzieren zu können – und wie man diese Kompetenzen von der Primar- bis zur Oberstufe im Deutschunterricht fördern kann.
Fragestellungen für Beiträge zur Tagung könnten sein:
Formalia
Willkommen sind Vorschläge für Vorträge von 25 Minuten mit Bezug zum Tagungsthema. Abstracts (max. 2.500 Zeichen inklusive Leerzeichen) sind per E-Mail an das Organisationsteam (
Die Beiträge werden im Nachgang zur Tagung in der Open-Access-Zeitschrift MiDU – Medien im Deutschunterricht publiziert. Voraussetzung ist dafür eine Annahme im Peer Review.
Informationen zur Tagung
Am Freitagabend, 04.12.2020, findet ein Werkstattgespräch mit der Süddeutschen Zeitung zum Tagungsthema statt. Anschließend wird es ein gemeinsames Abendessen in der Augsburger Altstadt geben. Die Tagung endet am Samstagmittag, 05.12.2020, gegen 13:00 Uhr. Danach findet die Mitgliederversammlung der AG Medien statt. Dort wird es noch einen kleinen Imbiss geben.
Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Programm finden sich ab Juni 2020 hier.
[Quelle: Call for Papers]
[14.04.2020]
Die 15. Jahrestagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) möchte versuchen, über den Begriff der medialen 'Handlungsmacht' bzw. 'Handlungsinitiative' (Agency) einen Dialog zwischen den verschiedenen disziplinären Zugängen zum Medium Comic und verwandten populären narrativen Bildern (etwa Mangas, Graphic Novels oder Cartoons) herzustellen. Zu diesem Zweck sollen bspw. Perspektiven der seit den 1990er Jahren boomenden Akteur-Netzwerk-Theorie und einer daran anschließenden Akteur-Medien-Theorie für die Comicforschung produktiv gemacht werden, um die Komplexitäten medial verteilter Handlungsmacht im Kontext historischer wie gegenwärtiger Comickulturen zu rekonstruieren. Abstracts für die vom 08. bis 10. Oktober 2020 an der Universität Tübingen stattfindenden Tagung können bis zum 31. Mai 2020 eingereicht werden.
Eine Akteurin/ein Akteur ist hier jede Entität, die in komplexen Verflechtungen aus Handlungsketten als Auslöser erkennbar wird und der sich Agency in diesem allgemeinen Sinne zuschreiben lässt. Konfigurationen, in denen eine solche Agency wirksam wird, können in 'neomaterialistischen' Zugängen neben 'natürlichen' Personen gleichermaßen Materialitäten, Apparate, Inskriptionen oder Programme umfassen. Die Jahrestagung wird dabei die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen (Gruppen von) individuellen, kollektiven und institutionellen bzw. industriellen Akteurinnen und Akteuren fokussieren – und dabei nicht zuletzt Unterscheidungen wie die zwischen Produzentinnen und Produzenten sowie Konsumentinnen und Konsumenten von Comics als Effekte der Distribution von Agency innerhalb historisch gewachsener medialer Konfigurationen zum Vorschein bringen.
Agency steht schließlich auch auf dem Spiel, wenn Rezipierende sich den hegemonialen Bedeutungen bzw. Deutungsmuster multimodaler Texte widersetzen und gegenläufige Positionen beziehen, wobei Autorinnenschaft und Autorenschaft als Attribution von Deutungshoheit zwischen diversen Instanzen – wie etwa Szenaristinnen und Szenartisten, Zeichnerinnen und Zeichnern, Koloristinnen und Koloristen und anderen Künstlerinnen und Künstlern, aber auch Herausgeberinnen und Herausgebern oder Rechteinhaberinnen und Rechteinhabern, Verlagen oder Konglomeraten und natürlich Rezipierenden oder Fans – verstanden werden kann. Entsprechend lassen sich aus der skizzierten Perspektive Aspekte der Produktion von Comics (Autorinnen- und Autorschaft und Institutionalisierung) auf Aspekte ihrer Rezeption (Appropriation und Diskursivierung) ebenso wie auf Aspekte ihrer Zirkulation (Partizipation und Kanonisierung) sowie auf ihre Potentiale zur Transmedialisierung und Öffentlichkeitsbildung beziehen.
Vor diesem Hintergrund freuen sich die Veranstalterinnen und Veranstalter über Beitragsvorschläge auch – aber keineswegs ausschließlich – zu den folgenden thematischen Bereichen:
Formalia
Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Die Tagungsbeiträge sollen eine Länge von 20 Minuten plus Diskussion nicht überschreiten. Eine Publikation ausgewählter Beiträge ist geplant. Für die Einreichung eines Beitragsvorschlags ist die Mitgliedschaft in der ComFor nicht erforderlich. Die Teilnahme von Nicht-ComFor-Mitgliedern ist herzlich willkommen!
Die ComFor verfolgt über die je spezifischen Tagungsthemen hinaus das Ziel, die Zusammenarbeit und den Austausch in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Comics zu stärken. Zusätzlich zum Tagungsthema bietet die Jahrestagung daher ein thematisch offenes Forum, auf dem angedachte und laufende Forschungsprojekte aller Art vorgestellt und gemeinsam konstruktiv diskutiert werden können. Das Format richtet sich an Kolleginnen und Kollegen in allen Phasen und von Forschungsprojekten, von Abschlussarbeiten über Promotions- und Habilitationsprojekte bis zu freien und außerakademischen Vorhaben. Vorträge im Rahmen des Forums sollen 15 Minuten plus Diskussion nicht überschreiten.
Bitte schicken Sie ein Abstracts von etwa 500 Wörtern als PDF- und Word-Datei mit kurzen biobibliographischen Angaben in deutscher oder englischer Sprache bis zum 31. Mai 2020 an
[Quelle: Call for Papers]
The 2nd International Online Conference Fostering Dialogue: Teaching Children's Literature and Culture at University will be held on November 17th to 19th at Western Norway University of Applied Sciences in collaboration with the University of Wrocław and the University of Padova. Proposals in should be submitted by April 30th at the latest.
The Universitat Internacional de Catalunya invites to the 3rd Fostering Dialogue Conference. The conference will take place virtually on 21-23 November 2024. The deadline for submitting proposals is 15 May 2024.
Vom 17.-19. September 2026 findet die 17. Jahrestagung der der Gesellschaft für Fantastikforschung zum Thema "Gewalt und Fantastik" statt. Abstracts können bis zum 01. Juni 2026 eingereicht werden.
Für die Ausgabe "30 Jahre Pokémon – Medienwissenschaftliche und -didaktische Perspektiven auf den international erfolgreichsten Medienverbund" der Zeitschrift paidia. Zeitschrift für Computerspielforschung Ausgabe 4/2026 können Abstracts bis zum 15.03.2026 eingereicht werden.
Together with Zsófia Anna Tóth from the University of Szeged, the Department of English and German Philology at the University of Santiago de Compostela is welcoming submissions for the 18th ESSE Conference, which will take place from 31st August to 4th September 2026. The proposals are welcomed until 31th January 2026.
[11.10.2019]
Die 33. Jahrestagung der Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung widmet sich vom 11. bis 13. Juni 2020 städtische Kulturen in Kinder- und Jugendmedien. Vortragsangebote können bis zum 15.01.2020 eingereicht werden.
Die städtische Lebenswelt bildet in Geschichten für Kinder und Jugendliche heute eine selbstverständliche Kulisse. Als literarischer oder filmischer Handlungsraum hat sich die Stadt, vor allem die Großstadt, sowohl als Erscheinungsform als auch in der Deutung in Kinder- und Jugendmedien innerhalb von etwa 150 Jahren grundlegend gewandelt. Von einem rasant wachsenden, hektischen, lauten und verschmutzten Asphaltdschungel als Kontrastfolie zum vermeintlich heilen Landleben entwickelte sie sich, etwa in den klassischen Romanen der Weimarer Republik, zu einem von kindlichen Akteuren eroberten Eigenraum, zu einem sozialkritisch betrachteten Abenteuerspielplatz kultureller Diversität und zu einer konstruierten, modernen und innerhalb der Stadtgrenzen von (kulturellen) Gegensätzen bestimmten Lebenswelt, in der die heranwachsenden Protagonist*innen sich zurechtfinden müssen, die ihnen gesetzten Grenzen überschreiten und die von besorgten Erwachsenen vorgegebenen Deutungen unterlaufen. Ein nie da gewesenes Maß an Lern-, Konsum- und Freizeitmöglichkeiten wird von einhegenden Sicherheitsdispositiven begleitet, die kaum Raum lassen zum freien Spiel und zum Entdecken anderer Lebenswelten. Wenn es gerade nicht um eine utopische Rückkehr zur Natur geht, stellt sich die Frage, wofür das Urbane in Kinder- und Jugendmedien heute steht und wozu es einlädt.
Mögliche Themen beziehen sich auf gegenwärtige und historische Aspekte urbanen Lebens – immer mit Bezug auf Kinder- und Jugendmedien, auch als Gegenstand von Sachliteratur:
Formalia
Gebeten wird um Zusendung von Vortragsangeboten (von maximal 30 Minuten Dauer) bis zum 15.01.2020. Ihrem Vorschlag sollte ein kurzer Aufriss des Vortragsthemas beigefügt sein.
Bitte beachten Sie bei der Einreichung Ihrer Abstracts (von ca. 300 Wörtern) folgende Anforderungen:
Die Abstracts sollen in einer kurzen inhaltlichen Zusammenfassung den Bezug zu theoretischen Positionen herstellen sowie die Literatur und ggf. Primärquellen nennen, auf die sich der Vortrag stützt. Damit die Vorträge zu einem Programm im oben beschriebenen Sinn zusammengestellt werden können, sollte sich der geplante Vortrag einem der oben aufgelisteten Schwerpunkte zuordnen lassen.
Die Regelung, dass Referent*innen nur alle zwei Jahre vortragen sollten, wurde für diesen Call for Papers ausgesetzt.
Bitte senden Sie Ihre Vorschläge per E-Mail an:
[Quelle: Call for Papers]