- Erstveröffentlichung: 30.10.2023
Die deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur lädt in der Reihe #krimiaufgepasst zur Online-Begegnung mit Marie Hüttner ein.
Die deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur lädt in der Reihe #krimiaufgepasst zur Online-Begegnung mit Marie Hüttner ein.
[20.09.2017]
Den "Paul-Maar-Preis für junge Talente" der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. im Jahr 2017, dotiert mit 1.500 €, erhält Johannes Herwig für seinen Roman Bis die Sterne zittern (Gerstenberg Verlag).
Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. verleiht seit 2009 mit Unterstützung von Paul Maar und der Bayernwerk AG einen Nachwuchspreis für deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur. Anlässlich des achtzigsten Geburtstages von Paul Maar wird der Nachwuchspreis nach dem Initiator des Preises in "Paul-Maar-Preis für junge Talente" umbenannt. Neben dem Preis für Johannes Herwig hat die Jury fünf weitere Bücher auf eine Empfehlungsliste gesetzt.
Empfehlungsliste
Die Preisverleihung findet am 17. November 2017, ab 18 Uhr, in Volkach statt. Zudem findet am 12. Oktober 2017, ab 11 Uhr auf der Kids Stage der Frankfurter Buchmesse (Halle 3.0/ K 139) ein Podiumsgespräch mit den Preisträgern des Autoren- und Illustratorenpreises aus diesem Jahr und den letzten Jahren statt, zu dem alle herzlich eingeladen sind.
Zum Preisbuch
"Geschichte erlebbar machen" möchte Johannes Herwig mit seinem beeindruckenden Debüt und erzählt von den Leipziger Meuten, einer bislang wenig bekannten (Jugend-) Widerstandsbewegung in der Zeit des Nationalsozialismus. Herwig schildert das Aufwachsen in einer Diktatur, in der sich der 16-jährige Harro entscheiden muss: Passt er sich an oder widersetzt er sich dem Elternhaus und dem Regime? Er ist skeptisch gegenüber der Hitlerjugend, aber weder er noch seine Eltern gehören dem Widerstand an. Sie sind stille Mitläufer, die wegsehen und überleben möchten. Immer wieder hadert Harro, fragt sich, wie man eine eigene (politische) Haltung findet. Er beobachtet die Welt der Erwachsenen, wirft ihnen vor, der Jugend die Freiheit genommen und auch ihre Ideale verraten zu haben. Harro will nicht mehr wegschauen, aber erst mit der neuen Clique wird er mutiger, widersetzt sich dem nationalsozialistischen Regime und wird schließlich verhaftet. Das alles erzählt Herwig aus der Sicht Harros, der mitunter fast sachlich die Begebenheiten berichtet.
Bis die Sterne zittern ist ein wichtiges Buch in einer Zeit, in der es immer noch rechte Parolen gibt. Gezeigt werden Jugendliche, die sich nicht in eine Norm pressen lassen und deswegen verfolgt werden. Der Roman veranschaulicht überzeugend den Widerstand gegen ein unmenschliches Regime und den Mut von Jugendlichen, sich anders zu verhalten.
[Quelle: Pressemitteilung]
Für ihre intensive Teilnahme am literarischen Leben der Stadt Frankfurt erhält die ehemalige Oberbürgermeisterin Petra Roth den Julius-Campe-Preis.
Die Auszeichnung des Hamburger Verlags Hoffmann und Campe gilt Persönlichkeiten, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben haben.
Mit ihrer Teilnahme am literarischen Leben der Buchstadt Frankfurt habe Petra Roth in ihrer Rolle als Politikerin der Literatur immer wieder eine aktuelle Stimme gegeben und sich erfolgreich für den Verbleib der jährlichen Buchmesse in der Stadt eingesetzt, teilte der Verlag am Dienstag mit.
Der Preis ist mit 99 Flaschen edlen Weins und dem Faksimile der "Französischen Zustände" Heinrich Heines dotiert. Die Verleihung erfolgte im Rahmen des Buchmesse-Empfangs am 12. Oktober.
[18.12.2019]
Das Jahrbuch der Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung 2019 zu dem Thema Fakt, Fake und Fiktion ist ab sofort online.
Seit Donald Trump den Mikroblogging-Dienst Twitter zum zentralen Kommunikationsmedium seiner Politik gemacht hat, ist viel von fake news und alternativen Fakten die Rede. Ob wir heute wirklich in einem postfaktischen Zeitalter leben, sei dahingestellt, es besteht jedoch kein Zweifel darüber, dass die Aushandlungsprozesse um Fakten und Fiktionen in der medialen Öffentlichkeit eine neue Stufe der Inszenierung und Stilisierung erreicht haben. Für die Literatur zeichnet sich ein anderes Bild: Fiktionale Texte definieren sich ja gerade dadurch, dass sie keinen Anspruch darauf erheben, an der außersprachlichen Wirklichkeit überprüfbar zu sein.
In dem Jahrbuch 2019 widmen sich sieben Beiträge dem gesetzten Schwerpunkt »Fakt, Fake und Fiktion« und nehmen die vielfältigen Implikationen des Themenkomplexes sowohl aus theoretischer wie gegenstandsorientierter Perspektive in den Blick und greifen ihn in seinen unterschiedlichen medialen Gestaltungsformen auf. So geht es in den Analysen um Beispiele aus dem Bereich Kinder- und Jugendsachbuch, Sachbilderbuch, Tagebuch, Comic und Jugendroman.
Vier Beiträge stellen aktuelle Forschungen, Forschungszugänge und -perspektiven zu grundlegenden kinder- und jugend-medialen Fragestellungen aus historischer wie theoretischer Perspektive ̈über das Schwerpunktthema hinaus in den Fokus. Rezensionen zur Fachliteratur schließen sich den Beiträgen an.
Sie können das Jahrbuch hier abrufen.
[Quelle: Pressemitteilung]
Zum ersten Mal gibt es in Deutschland einen Kinderlyrikpreis. Er trägt den Namen von Josef Guggenmos (1922-2003), der die deutsche Kinderlyrik nachhaltig beeinflusst sowie ihr Themenspektrum und ihre formalen Möglichkeiten entscheidend erweitert hat. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. hat den mit 3.000 Euro dotierten Preis zu ihrem 40. Jubiläum mit Unterstützung vom Sparkassenverband Bayern ins Leben gerufen. Er wird am 18. November 2016 in Volkach verliehen.
Um den Preisträger zu finden, hat die Jury die zwischen Juli 2015 und Juli 2016 erschienenen Lyrik-Neuerscheinungen gesichtet. Auch eine Shortlist mit fünf weiteren gelungene Titel wurde zusammengestellt. Das Angebot an beachtenswerten Büchern mit Lyrik für junge Leser war erfreulich groß und vielfältig. Daher fiel die Auswahl nicht leicht. Mit ihrem Preis will die Akademie Autoren genauso wie Verlage und Buchhandlungen ermutigen, sich stärker als bisher für das Kindergedicht einzusetzen.
Der Preisträger
Foto: © Peter-Hammer Verlag
Arne Rautenberg kam 1967 in Kiel auf die Welt, wo er auch heute nach dem Studium der Kunstgeschichte, der Neueren Deutschen Literaturgeschichte und der Volkskunde als freier Schriftsteller und Künstler lebt. Er wurde bereits mit zahlreichen Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Seit 1995 veröffentlicht er meist Gedichtbände, zuletzt in diesem Jahr die Gruselgedichte mit dem Titel "unterm bett liegt ein skelett" – wofür er jetzt mit dem Josef- Guggenmos-Preis ausgezeichnet wird. (Homepage des Autors)
Das preisgekrönte Buch
| Arne Rautenberg: unterm bett liegt ein skelett. Gruselgedichte für mutige Kinder. Illustriert von Nadia Budde Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2016. 48 Seiten. 13,90 € ISBN 978-3-7795-0551-8. |
Dieser Dichter nimmt die Sache so ernst, dass ihm Leichtigkeit gelingt. Bei "zombies in kombis" mag mancher zunächst an einen herbeigezwungenen Reim denken – doch halt, haben wir nicht auch schon solche Gestalten gesehen, die vor dem Supermarkt parken? Das Gruselige hat seinen Platz in dieser Welt, drum ist der "kein guter mann, der umkehrzauber zaubern kann". Er macht nämlich "aus den klappernden skeletten – muskelmänner in ketten". Nein, in der Fantasie, im Dunkeln, in der Nacht darf es so gruselig sein, wie es nur geht, nur in der Wirklichkeit wollen wir das Helle sehen. Souverän setzt Rautenberg den Endreim ein, aber natürlich kann er auch anders:
was macht der maulwurf auf dem friedhof? buddeln buddeln buddeln
Wenn Wortwiederholung und Reim zusammenkommen, wirkt das wie eine mit kühnem Strich gesetzte Zeichnung:
zombie-baby brabbelt zombie-baby sabbelt zombie-baby zombie-baby zombie-baby krabbelt
Seine Formen wählt er abwechslungsreich, dabei immer treffsicher, zu tiefem Humor ebenso wie zu tiefem Sinn fähig. Kinder amüsieren sich an dem Grusel, weil sie spüren und wissen, dass er inszeniert und nicht wirklich ist – wie bei einer Geisterbahn. Die zweifarbigen Zeichnungen von Nadia Budde würzen den gewitzten Witz.
Die Empfehlungsliste
| Nadia Budde: Vor meiner Tür auf meiner Matte. Illustriert von Nadia Budde. Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2016. 32 Seiten. 15,90 €. ISBN 978-3-7795-0539-6. |
Es gibt Illustratoren, die können auch dichten. Und es gibt Dichter, die gut illustrieren können. Echte Doppelbegabungen sind allerdings selten, und deshalb wird Nadia Budde ausgezeichnet, die schon viele gedichtete Bilderbücher vorgelegt hat. Das Szenario des unerbetenen Besuchs einer Ratte, die der Hauptfigur ständig dazwischenfunkt, bietet echte Situationskomik. Der Pfiff liegt darin, wie die Illustratorin/Dichterin Text und Bild inszeniert – mit kleinen quatschigen Plots, die wir als Karikaturen von wohlbekannten Konfliktsituation erkennen.
| Uwe-Michael Gutzschhahn (Hrsg.): Ununterbrochen schwimmt im Meer der Hinundhering hin und her. Das dicke Buch vom Nonsens-Reim. Illustriert von Sabine Wilharm. cbj Verlag, München 2015. 192 Seiten, 19,99 €. ISBN 978-3-570-15971-2. |
Diese Sammlung komischer Gedichte macht es leicht, die Lyrik über- haupt zu entdecken. Für Unsinn waren sich auch die großen Klassiker nicht zu fein: Chamisso, Eichendorff, Lessing. Die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts, die wirklich nicht zum Lachen war, reizte großartige Poeten wie Kurt Schwitters, Bertolt Brecht, Erich Mühsam, Mascha Kaléko und Joachim Ringelnatz zum Scher- zen. Es fehlen nicht die Komik-Spezialisten von Karl Valentin zu Otto (ja, der!), von Heinz Er- hardt zu Robert Gernhardt. Wir finden Erich Fried, H.M. Enzensberger, James Krüss, Arne Rautenberg, Peter Maiwald, Oskar Pastior und Jürgen Spohn und – überraschend und über- zeugend zugleich – viele unbekannte Verfasser. Die unvermeidliche Willkür bei einer solchen Auswahl verwandelt der Herausgeber mit den eleganten Illustrationen von Sabine Wilharm zu einer Kür auf dem lyrischen Parkett.
| Judith Holofernes: Du bellst vor dem falschen Baum. Illustriert von Vanessa Karré. Tropen Verlag, Stuttgart 2015. 104 Seiten, 17,95 €. ISBN 978-3-608-50152-0. |
Die Rockmusikerin und Songschreiberin Judith Holfernes (bekannt durch die Gruppe Wir sind Helden) singt bzw. schreibt nicht vor dem falschen Publikum. Treffsichere Sprache, Rhythmus- und Melodiegefühl sind ihre Sache. Nur dass die Begleitmusik hier aus Bildern besteht. Kinder lieben Tiergedichte, und da müssen nicht unbedingt Blaumeisen vorkommen, es können auch Bleimeisen sein, Tollmeisen oder Vollmeisen oder Halbmeisen. Ein herrliches Lese- und Schauvergnügen (teilweise mit ausklappbaren Panoramabildern) aus einem literarischen Verlag – auch für Kinder.
| Christoph Meckel: Für Clarisse. Illustriert vom Autor. Gutleut Verlag, Frankfurt am Main 2015. 140 Seiten, 24,00 € ISBN 978-3-936826-74-6. |
Dass ein so bedeutender und fleißiger Lyriker im Alter von 80 Jahren eine Sammlung von 60 bisher unveröffentlichten Gedichten heraus- bringt, ist ein Glücksfall. Sie richten sich an Clarisse, eine kindliche Kunstfigur. Das Buch ist auch formal in jeder Hinsicht ein bibliophiler Leckerbissen. Schon der Umschlag ist ein gefaltetes Plakat mit einer Meckel ́schen Radierung, auf dessen Rückseite der Autor seine Kunstfigur im weltliterarischen Universum verortet. In der Mitte der Broschur befinden sich 9 ausklappbare Seiten mit weiteren Radierungen des Autors.
| Frantz Wittkamp: In die Wälder gegangen, einen Löwen gefangen – Findlinge. Illustriert von Axel Scheffler. Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim 2016. 48 Seiten, 12,95 € ISBN 978-3-407-79564-9. |
Seine Vierzeiler nennt der Autor "Findlinge" – wie die nach der Eiszeit liegengebliebenen, rundgeschliffenen großen Gesteinsbrocken. Auf das Wesentliche abgeschliffen – das ist die formale Essenz der Witt- kamp ́schen Gedichte. Sie haben Tiefgang bei aller Leichtigkeit, und solche Doppelbödigkeit strahlen auch Axel Schefflers lakonisch-fröhliche Bilder aus. Kinder haben sofort ihren Spaß damit, der keineswegs verhindert, dass Erwachsene weitere, eigene Bezüge für sich herstellen können.
[Quelle: Pressemitteilung]
Die Autorin Sibylle Lewitscharoff übernimmt die diesjährige Kasseler Grimm-Professur. Damit ehrt die Universität Kassel im Grimm-Jahr 2013 eine der renommiertesten deutschen Schriftstellerinnen der Gegenwart.
Im "Grimm-Jahr" 2013 ehrt die Universität Kassel die Autorin Sibylle Lewitscharoff für ihr literarisches Werk mit der Kasseler Grimm-Professur.
Sibylle Lewitscharoff, geb. 1954 in Stuttgart als Tochter eines aus Bulgarien stammenden Vaters und einer deutschen Mutter, gehört zu den renommiertesten deutschen Gegenwartsautoren. Von den zahlreichen Auszeichnungen und Literaturpreisen sollen nur erwähnt werden der Marie-Luise-Kaschnitz-Preis 2009, der Berliner Literaturpreis 2010, der Ricarda-Huch-Preis 2011, der Kleist-Preis 2011, der Marieluise-Fleißer-Preis 2011, der Wilhelm-Raabe-Preis 2011, das Villa Massimo-Stipendium , Rom 2012. In ihrer Literatur vereint sie Ironie, Witz und poetische Weltzugänge, wie wir sie in der deutschen Literatur seit der Romantik so nicht mehr finden konnten. Auch Figuren der Brüder Grimm werden zu neuem Leben erweckt, Märchentraditionen aufgegriffen. Zugleich scheinen Figuren der Autorin und Situationen, in die sie gestellt werden, aus kafkaesken Welten zu stammen. Lewitscharoffs Literatur führt in eine ganz eigene poetische Welt. Ihr letzter, viel beachteter Roman, "Blumenberg", handelt von einem fiktiven Löwen des Münsteraner Philosophen. Immer wieder hat Lewitscharoff ihr poetisches Schaffen theoretisch reflektiert, so zuletzt in "Vom Guten, Wahren und Schönen – Frankfurter und Züricher Poetikvorlesungen" (edition shurkamp 2012). Daneben hat die Autorin als Illustratorin eigener Werke Anerkennung gefunden.
Im Sommersemester 2013 hält die diesjährige Kasseler "Grimm-Professorin" ihre Veranstaltungen vom Dienstag, den 11.06., bis Donnerstag, den 13.06. Am 11.06., 18.00 Uhr, spricht sie über ihr neues "Dante"-Projekt, am Mittwoch (16.00 Uhr) leitet sie ein Seminar über Stilfragen und ethische Prinzipien des Schreibens, am Donnerstag (18.00 Uhr) liest sie aus dem Roman "Blumenberg". Alle Veranstaltungen sind öffentlich und finden im Hörsaal der Kunsthochschule (34121 Kassel, Menzelstraße 13, Nordbau) statt. Der Eintritt ist frei.
Die Brüder-Grimm-Professur wird seit über 20 Jahren von der Kasseler Universität mit Unterstützung der Kasseler Sparkasse verliehen. Die nordhessische Hochschule will so zum lebendigen Austausch zwischen Literaturwissenschaft und Gegenwartsliteratur beitragen und insbesondere dem Schreiben in den Grenzbereichen zwischen den literarischen Gattungen ein öffentliches Forum verschaffen. Inhaber der Gastprofessur waren bisher unter anderem Dieter Kühn, Tankred Dorst, Hans-Joachim Schädlich, Klaus Harpprecht, Oskar Pastior, Guntram Vesper, Sarah Kirsch, Herta Müller, Volker Braun, Ludwig Harig, Christoph Hein, Eva Demski, Birgit Vanderbeke, Maxim Biller und Rafik Schami. Mit der Grimm-Professur wurden 2011 Volker Schlöndorff, 2012 Uwe Timm ausgezeichnet.
Weitere Informationen zur Grimm-Professur finden Sie hier.
Die diesjährigen Hirschberg-Kurse finden in der Zeit vom 01. Juli bis 24. Juli 2021 digital via Zoom statt. Interessierte können kostenfrei teilnehmen.
Das Erika-Fuchs-Haus - Museum für Comic und Sprachkunst, das erste Comicmuseum in Deutschland, feiert 10 Jahre Jubiläum.
[09.06.2020]
Autorinnen und Autoren für Film, Fernsehen, Literatur und Theater, Kreative aus den Bereichen Games und Virtual Reality sowie Designer von Spielzeug und Konsumgütern können sich mit einer Projektidee für Zielgruppen zwischen 6 und 13 Jahren in den Bereichen Buch, Story World und Film an der Akademie für Kindermedien bewerben. Dieses Stipendiatenprogramm ermöglicht Kreativen, eigene Ideen bis zur Marktreife zu entwickeln und trägt dazu bei, dem jungen Publikum qualitativ hochwertige Stoffe auf verschiedenen Plattformen zugänglich zu machen. Zum Abschluss des Akademiejahrgangs 2020/2021 wird ein herausragendes Projekt mit dem Förderpreis der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) in Höhe von 15.000 Euro ausgezeichnet. Zudem wird der mit 2.500 Euro dotierte Magellan-Preis verliehen. Bewerbungen möglich bin zum 21. August 2020
Pro Jahr durchlaufen zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten dieses einzigartige Programm, aus dem bereits zahlreiche Filme, Bücher und Serien für das junge Publikum hervorgegangen sind, und das ein bereits 251 Kreative umfassendes, produktives Alumninetzwerk aufgebaut hat. Im Zentrum der Akademie für Kindermedien steht die Arbeit am eigenen Projekt in den Bereichen Buch, Story World und Film. Begleitet wird die Stoffentwicklung von einem Team aus erfahrenen Mentorinnen und Mentoren. Eine wesentliche Bedeutung haben neben dem Vorantreiben des eigenen Projekts die Kooperationen mit den Partnern der Akademie: Die Kooperationsprojekte mit dem KiKA, dem ZDF sowie dem Magellan Verlag ermöglichen den Stipendiat*innen, die Arbeitsbedingungen der Branche unter realistischen Bedingungen zu erfahren und Arbeitsabläufe kennenzulernen. Weitere Kooperationen mit dem GRIPS Theater sowie Erfurter Schulen und Kitas sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Gesprächs- und Feedbackrunden, Vorträgen und Kreativ-Workshops runden das Angebot für die Stipendiatinnen und Stipendiaten ab.
Die Akademie für Kindermedien 2020/2021 umfasst vier einwöchige Module, die von November 2020 bis Juni 2021 in Thüringen und Brandenburg stattfinden sollen. Zuvor werden bis zu 20 Bewerberinnen und Berwerber zu einem Einführungs- und Auswahlworkshop nach Neudietendorf (Thüringen) eingeladen, in dem sie ein erstes persönliches Feedback zu ihren Projekten bekommen; 12 erhalten schließlich die Zusage für ein Stipendium der Akademie für Kindermedien. Zum Abschluss des Jahrgangs werden am 10. Juni 2021 alle entwickelten Projekte im Rahmen des Deutschen Kinder Medien Festivals Goldener Spatz vor zahlreichen Vertretern der Kindermedienbranche präsentiert und die Förderpreise verliehen.
Die Bewerbung ist bis zum 21. August möglich. Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie unter www.akademie-kindermedien.de/bewerbung
Über die Akademie
Die Akademie für Kindermedien ist das Stipendiatenprogramm des Fördervereins Deutscher Kinderfilm e.V. mit Sitz in Erfurt. Sie wird aktuell gefördert von: Mitteldeutsche Medienförderung, Medienboard Berlin-Brandenburg, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Thüringer Staatskanzlei, Thüringer Landesmedienanstalt, Kuratorium junger deutscher Film, KiKA, der Kinderkanal von ARD und ZDF, Magellan Kinder- und Jugendbuchverlag und ZDF.
[Quelle: Pressemitteilung]
Raquel J. Palacios Jugendbuch Wunder hat auf der Frankfurter Buchmesse den Preis der Jugendjury des deutschen Jugendliteraturpreises erhalten. Weitere Auszeichnungen gingen an Akim rennt von Claude K. Dubois (Bilderbuch), Martina Wildners Königin des Sprungturms (Kinderbuch), Wie ein unsichtbares Band von Inés Garland (Jugendbuch) und Gerda Gelse. Allgemeine Weisheiten über Stechmücken von Heidi Trpak und Laura Momo Aufderhaar. Der Sonderpreis für das Gesamtwerk ging an die deutsche Übersetzerin Angelika Kutsch.
Auf der Frankfurter Buchmesse wurden am 10. Oktober die Preise des Deutschen Jugendliteraturpreises 2014 in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch vergeben sowie der Preis der Jugendjury und der Sonderpreis für das Gesamtwerk Übersetzung.
Als bestes Bilderbuch konnte sich Akim rennt von Claude K. Dubois durchsetzen (Verlag: Moritz). Die deutschsprachige Übersetzung stammt von Tobias Scheffel. Als der Krieg über Akims Dorf hereinbricht, wird der Junge von seiner Familie getrennt. Im Zusammenspiel mit skizzenartigen Schwarz-Weiß-Zeichnungen schildert der sachlich berichtende Text Akims Flucht. Die Jury lobt: "Die Betrachter werden vom verstörenden Inhalt des Buches nicht überrumpelt, sondern erhalten die Gelegenheit, sich langsam anzunähern. Dazu passt auch das versöhnliche Ende."
Der Kinderbuch-Preis ging an Martina Wildners Königin des Sprungturms, das im Verlag Beltz & Gelberg erschienen ist. Wildner erzählt die Geschichte einer abgeschlossenen Mädchenfreundschaft, die von der gemeinsamen Leidenschaft für das Turmspringen getragen wird. Die Jury würdigt das Buch als "eine psychologisch ausgeleuchtete Erzählung aus dem Milieu des Leistungssports, an der Grenze zwischen Kinder- und Adoleszenzroman."
In der Sparte Jugendbuch machte Inés Garlands Wie ein unsichtbares Band das Rennen, übersetzt von Ilse Layer (Verlag: Fischer KJB). Was als Freundschaftsgeschichte im Argentinien der 1970er-Jahre beginnt, wird zunehmend zu einer Erzählung, die die wachsende Bedrohung durch das Militärregime thematisiert. "Die Erzählerin nimmt sich Zeit, um den Empfindungen ihrer Kindheit nachzuspüren. Der fließende Rhythmus und die Sinnlichkeit der Sprache sind in der Übersetzung sehr gut wiedergegeben", so die Jury.
Mit ihrem Sachbuch Gerda Gelse. Allgemeine Weisheiten über Stechmücken gewannen Heidi Trpak und Laura Momo Aufderhaar in dieser Sparte (Verlag: Wiener Dom-Verlag/Tyrolia). Die Jury begründet: "Betrachtern im Vorschulalter und darüber hinaus bietet das Buch in Bild und Text anschaulichen Wissenserwerb und anregende Unterhaltung gleichermaßen. Das in jeder Hinsicht gelungene Werk über ein Tier, mit dem wohl jedes Kind schon einmal in 'Berührung' kam, spricht die Neugier und Entdeckerfreude der Betrachter an und fördert eine aufgeschlossene Haltung gegenüber der Natur."
Der Preis der Jugendjury in Höhe von 10.000 Euro ging an Wunder (Hanser) von Raquel J. Palacio, in der Übersetzung von André Mumot. Erzählt wird von dem zehnjährigen August, der aufgrund eines Genfehlers entstellt ist und sich unter diesen erschwerten Bedingungen in einer neuen Schule behaupten muss. "Das oft genutzte Motiv, dass es auf die inneren Werte ankommt, wird hier neu und ohne mahnenden Zeigefinger umgesetzt. Der Roman berührt den Leser und regt zum Nachdenken an", finden die jungen Juroren.
Der mit 12.000 Euro dotierte Sonderpreis für das Gesamtwerk ging an die deutsche Übersetzerin Angelika Kutsch. Die Jury würdigt deren umfangreiches und vielseitiges Schaffen: "Bilderbücher, Sachbücher für Jugendliche, Jugendromane und Titel, die sich jeglicher Einordnung entziehen, wurden von ihr ins Deutsche übertragen, ohne dabei an Witz, Charme oder auch Schrecken zu verlieren. Viele der von ihr übersetzten Werke hat sie selbst ausfindig und für den deutschsprachigen Markt zugänglich gemacht. U.a. hat sie Petterson und Findus nach Deutschland geholt. Durch ihre Art, mit einem Text und der für jeden Text besonderen Sprache umzugehen, ist sie eine Inspiration für Nachwuchsübersetzer, die nun versuchen, in ihre Fußstapfen zu treten."
Verliehen wurden die Preise durch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. In ihrer Laudatio erklärte sie: "Literatur als Kunstform öffnet viele Türen, denn Bücher beflügeln die Phantasie: Mit den Heldinnen und Helden, die in den Büchern zum Leben erweckt werden, können Kinder und Jugendliche neue Welten entdecken" [...] Die Reise im Kopf ermöglicht schon den Jüngsten große Abenteuer, Perspektivwechsel, Gedankenspiele und die Lust am Ausprobieren vom Lesesessel aus. Der Deutsche Jugendliteraturpreis ist eine wichtige Institution – und die nominierten und prämierten Bücher tragen dazu bei, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt werden“.
Informationen über den Jugendliteraturpreis:
Die Preisträger in den Sparten Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch wurden durch die Mitglieder einer aus erwachsenen ExpertInnen bestehenden Jury bestimmt. Der Preis der Jugendjury wurde durch eine aus Jugendlichen bestehende Jury bestimmt. Die Preise sind mit je 10.000 Euro dotiert.
Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet, und seit 1956 jährlich für herausragende Kinder- und Jugendbücher vergeben. Er ist mit insgesamt 62.000 Euro dotiert.
Weitere Informationen zum Deutschen Jugendliteraturpreis und die Langfassungen der Jurybegründungen sind auf der Homepage des AKJ verfügbar: www.jugendliteratur.org.
Quelle: Pressemitteilung