Epipher: rhetorische Figur, beschreibt Wiederholung von Worten oder Wortgruppen am Ende aufeinander folgender syntaktischer Einheiten 

Explikat

Die Epipher besteht aus der Wiederholung gleicher oder vergleichbarer Wörter oder Wortgruppen am Ende aufeinanderfolgender Sätze, Satzteile oder Verse und ist damit eng mit der Anapher verwandt und mit dieser kombinierbar (vgl. Spörl 2007). Durch die Wiederholung werden die betreffenden sprachlichen Einheiten nicht nur strukturiert und rhythmisiert, sondern über die formale Hervorhebung auch als bedeutsam markiert (vgl. ebd.). So erhält der Käsekuchen von Michels Mutter die Aufmerksamkeit, die ihm zusteht: "Katechismus hat seine Zeit und Käsekuchen hat seine Zeit." (Lindgren 1972, S. 169) 

Auch Pippi Langstrumpfs Gespräch mit dem gefährlichen Stier wird über eine Epipher strukturiert: 

"Wie gesagt, Verzeihung, daß [sic] ich unterbreche", sagte Pippi wieder. "Und verzeih, daß ich [sic] abbreche", fügte sie hinzu und brach das eine Horn des Stieres ab. (Lindgren 1969, S. 127) 

 


Literatur

Primärliteratur

  • Lindgren, Astrid: Pippi Langstrumpf. Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger, 1969.
  • Lindgren, Astrid: Immer dieser Michel. Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger, 1972.

Sekundärliteratur

Erstveröffentlichung: 22.09.2015

 

 

 


catchme refresh
Joomla Extensions powered by Joobi

Veranstaltungen

Juni 2021
Mo Di Mi Do Fr Sa So
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 1 2 3 4