Pleonasmus: rhetorische Figur, gekennzeichnet durch die Dopplung eines semantischen und in einem Ausdruck bereits vorhandenen Merkmals

Explikat

Der Pleonasmus ist markiert durch die Häufung einer Bedeutung mehrfach innerhalb einer Formulierung, ohne dass damit ein deutlicher Informationsgewinn verbunden ist. Die Wiederholung scheint damit überflüssig und erregt genau deshalb Aufmerksamkeit. Als Sonderform des Pleonasmus kann das Hendiadyoin (eins durch zwei) gennant werden, wobei ein semantisches Konzept durch zwei semantisch äquivalente Ausdrücke beschrieben wird (vgl. Spörl 2007). 

Ohne an dieser Stelle in eine etymologische Diskussion über die Bedeutungsunterschiede von Gespenst und Geist zu geraten, scheint es angebracht zu bemerken, dass es Thomas und Annikas Mutter sehr ernst sein muss, ihren Kindern zu versichern, dass es keine Spukgestalten gäbe. So zitiert Thomas seine Mutter pleonastisch und mithilfe eines alliterativen Hendiadyoin: "'Mutter hat gesagt, es gibt keine Gespenster und Geister', sagte Thomas bestimmt." (Lindgren 1969, S. 97)


Literatur

Primärliteratur

  • Lindgren, Astrid: Pippi Langstrumpf. Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger, 1969.

Sekundärliteratur

Erstveröffentlichung: 18.09.2015


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