Unter 342 Einsendungen, darunter 112 verlegte Werke und 230 Manuskripte, hatte die Jury zunächst drei Nominierte ausgewählt. Dazu gehören neben Anne Gröger, Sarah Jäger mit ihrem Jugendbuch Nach vorn, nach Süden (Rowohlt Rotfuchs) sowie Lena Lackmann mit ihren Illustrationen zum Bilderbuchmanuskript Ich bin so müde!.

Die fünfköpfige Jury besteht aus Prof. Dr. Tobias Kurwinkel (Professor für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugendliteratur an der Universität Duisburg-Essen), Christine Paxmann (Herausgeberin des Magazins „Eselsohr" und Autorin), Birgit Müller-Bardorff (Redakteurin der Augsburger Allgemeinen), Mehrdad Zaeri (Illustrator) und Katharina Zedler (Schülerin der IGS Flötenteich) entschied sich für Anne Gröger als Preisträgerin. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann lobt die Entscheidung der Jury: "Ich danke unserer Jury, die auch in diesem ungewöhnlichen Jahr hervorragende Arbeit geleistet hat. Ich bin mir sicher, dass das Preisträgerbuch von sich reden machen wird. Es zeigt sehr gelungen, wie man mit den schwierigen Themen Krankheit und Tod ermutigend umgehen kann."

Gröger bedankte sich bei der Stadt Oldenburg und den Juroren: "Es freut mich besonders, dass Hallo, ich bin der kleine Tod (Arbeitstitel) solch eine Anerkennung erfährt, da ich sehr lange für diese Geschichte kämpfen musste und wenn das Buch dann endlich im September 2021 veröffentlicht wird, hat es über acht Jahre gebraucht, von der Idee bis zum Erscheinen. Ich hoffe und denke, der Preis hilft dabei, dass die Geschichte ihr Publikum findet und dass es nicht wieder acht Jahre dauern wird bis mein nächstes Kinderbuch erscheint."

Über Anne Gröger

Anne Gröger, Jahrgang 1983, studierte Drehbuch an der Hamburg Media School und arbeitet seit 2010 als freie Drehbuchautorin. Hallo, ich bin der kleine Tod! (Arbeitstitel) entwickelte sie als Stipendiatin der Akademie für Kindermedien ursprünglich als Spielfilmprojekt, entschied sich jedoch neben dem Drehbuch, auch einen Roman zu schreiben.

Über das Preisbuch

"Hallo, ich bin der kleine Tod, aber du kannst auch Frida zu mir sagen!" Gerade noch stand eine kleine Gestalt im schwarzen Umhang und mit Sense vor Samuel. Doch nun ist da ein Mädchen und erklärt, er müsse ihr das Leben zeigen, denn das gehöre zu ihrer Ausbildung. Schließlich will sie mal der große Tod werden. Frida ist ganz wild darauf, alles zu sehen. Sie will raus, Samuel auf keinen Fall! Viele Jahre hat er wegen einer Autoimmunkrankheit im Krankenhaus verbracht. Und er weiß: Draußen ist es gefährlich. Unfallrisiken aller Art und Naturgewalten lauern da und nicht zu vergessen: Kinder! Die größten Keimschleudern überhaupt. Perfekt, findet Frida. Denn was sie Samuel verschwiegen hat: Ihre große Prüfung wird sein, ihn zu holen.

Über den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg

Seit 1977 vergibt die Stadt Oldenburg einen Preis für herausragende literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur. Als Förderpreis dient er dem Ansporn und der Ermutigung von Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren, die ein Erstlingswerk – sei es ein bereits verlegtes Buch oder ein Manuskript – in diesem Bereich vorlegen. Durch den Preis sollen innovative Ideen eine Chance erhalten und Anreize geschaffen werden, die Werke Unbekannter in die Verlagsprogramme aufzunehmen.

[Quelle: Pressemeldung]