Janosch wurde 1931 als Horst Eckert in Zabrze in Polen geboren. Ein Jahr nach Kriegsende flohen seine Eltern mit ihm nach Westdeutschland. Janosch begann in der Nähe von Oldenburg in einer Textilfabrik zu arbeiten und lernte in einer Textilschule in Krefeld Musterzeichnen. 1953 zog er über Paris nach München, um an der Kunstakademie zu studieren. Nach einigen Probesemestern wurde Janosch jedoch wegen »mangelnder Begabung« ausgeschlossen. Im Anschluss begann er als freischaffender Künstler zu arbeiten – und hatte seine Berufung gefunden. 1979 zog es ihn nach Teneriffa, wo er in der Hängematte liegend »die beste und schönste Zeit im ganzen Leben« verbrachte. 

Im Jahr 1960 verfasste Horst Eckert sein erstes Kinderbuch, »Die Geschichte von Valek dem Pferd«. Auf Anraten seines damaligen Verlegers Georg Lentz nennt er sich von nun an »JANOSCH«. Im ersten Programm von BELTZ & Gelberg 1971 erschien von ihm »Lari Fari Mogelzahn«. Der Welterfolg »Oh, wie schön ist Panama« folgte 1978. Für die unvergleichliche Geschichte von Tiger und Bär hielt Janosch 1979 den Deutschen Jugendliteraturpreis. 

In der Folge wurde er einer der produktivsten und erfolgreichsten Autoren und Illustratoren Deutschlands. Seine unzähligen Bücher verkauften sich weltweit millionenfach. Den Schlüssel zum Erfolg sah sein ehemaliger Lektor und Verlagsleiter Hans-Joachim Gelberg − neben der künstlerischen Einmaligkeit − darin, dass kaum ein Autor der Kinderliteratur »so frei und ungefiltert erzählen kann (und mittlerweile auch darf) wie Janosch«. Für sein Werk wurde Janosch unter anderem mit dem Prix Jeunesse International, dem Orden de Manuel Amador Guerrero von Panama sowie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 

Janosch, der sich als Kind einen Tuschkasten mit den Farben Gold, Silber und Rosa wünschte, entwarf in seinen Kinderbüchern einfache Kulissen von Idylle und Abgrund zugleich. Mit bewusst unbeholfenem Strich zeichnete er seine Bilder, die einerseits voller Emotionalität und Sentimentalität, andererseits voll leiser Ironie und Widerstand gegen Instanzen und Obrigkeiten stecken.

Heute gibt es kaum ein Kinderzimmer, in dem nicht eines seiner Werke im Regal steht.

»›Wie gut‹«, sagte der kleine Tiger, ›wenn man einen Freund hat, der ein Floß bauen kann. Dann braucht man sich vor nichts zu fürchten‹« − kleine Weisheiten wie diese, die von Freundschaft, Freiheit und der Sehnsucht nach den kleinen Dingen des Lebens erzählen, machen Janosch unvergesslich.

Die Familie Beltz Rübelmann sowie alle Mitarbeitenden der Beltz Verlagsgruppe sprechen seiner Familie ihre aufrichtige Anteilnahme aus.

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Illustration: Janosch/ Oh, wie schön ist Panama ©1978 Beltz & Gelberg in der Beltz Verlagsgruppe · Weinheim Basel

[Quelle: Pressemitteilung Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG]