- Erstveröffentlichung: 06.11.2023
In der Reihe „75 Jahre Israel – Freundschaft leben“ lädt die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zur Online-Veranstaltung mit Uriel Kashi ein.
In der Reihe „75 Jahre Israel – Freundschaft leben“ lädt die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zur Online-Veranstaltung mit Uriel Kashi ein.
[14.05.2016]
Europaweit wählten Kinderjurys mit insgesamt 1.400 Mädchen und Jungen in 25 Ländern den französischen Film MISS IMPOSSIBLE von Émilie Deleuze zum Gewinner des EFA Young Audience Award 2016.
In allen teilnehmenden Städten konnten die jungen Filmliebhaber am 8. Mai zum Young Audience Film Day in Sondervorführungen die drei nominierten Filme GIRLS LOST (POJKARNA; Schweden; Regie: Alexandra-Therese Keining), MISS IMPOSSIBLE (JAMAIS CONTENTE; Frankreich; Regie: Émilie Deleuze) und RAUF (Türkei; Regie: Bariş Kaya & Soner Caner) sehen. Im Anschluss gab es die Gelegenheit zur Diskussion und am Ende wurde der Favorit gewählt. Allein in Erfurt, mit dem GOLDENEN SPATZ als Co-Veranstalter und Gastgeber der Preisverleihung am Abend, sichteten und bewerteten mehr als 80 Mädchen und Jungen aus den Städten Erfurt, Gera und Umgebung. Erfurt war jedoch nicht nur einer der Schauplätze, an dem die Filme gezeigt wurden, sondern auch die Stadt, in der letztendlich die Fäden zusammenliefen: Zum Abschluss des Tages wurden hier die nationalen Ergebnisse aller Städte live per Videokonferenz bekannt gegeben und der Europäische Kinderfilmpreis verliehen. Durch den Abend führte der KiKA-Moderator Felix Seibert-Daiker. EFA Director Marion Döring überreichte den Award an die Regisseurin Émilie Deleuze, die dem Publikum und vor allem ihrer Hauptdarstellerin des Films, Léna Magnien, dankte. Die Filmpreis-Statuette ist eine silberne Frauenfigur im Sternenkleid, welche in London hergestellt wird.
In seinem fünften Jahr fand der EFA Young Audience Award wieder in Zusammenarbeit mit einem internationalen Netzwerk statt. Die European Film Academy und EFA Productions präsentierten den European Film Academy Young Audience Award mit Unterstützung der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM). Die Veranstaltungen am Young Audience Film Day werden von den jeweiligen nationalen Partnern organisiert. Thüringen hat sich in Deutschland als Zentrum für Kinderfilme und -medien etabliert. Die Veranstaltung in Erfurt wurde organisiert von der Deutschen Kindermedienstiftung GOLDENER SPATZ und neben der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) auch durch die Thüringer Staatskanzlei, den Kinderkanal von ARD und ZDF sowie den STUDIOPARK KinderMedienZentrum unterstützt. Weitere Informationen sind unter www.europeanfilmawards.eu zu finden.
(Quelle: Pressemitteilgung)
Die Kinderbuchillustratorin Eva Wenzel-Bürger ist am 31. Januar 2025 im Alter vom 92 Jahren gestorben. Für den Carlsen Verlag illustrierte sie zahlreiche Pixi- und Lesemausbücher. Bekannt wurde sie für die Zeichnung der Figur Conni sowie des Waldwichtels Pixi, dem Namenspatron der Pixi-Reihe. Ihr Nachlass wird in die Eva Wenzel-Bürger-Stiftung übergehen. Hier finden Sie den vollständige Nachruf auf Eva Wenzel-Bürger des Carlsen Verlags:
Seit Juli 2021 lädt Claudia Maria Pecher, Leiterin der Landesfachstelle für Büchereien und Bildung im St. Michaelsbund, sowie Präsidentin der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Kinder- und Jugendbuchschaffende zum monatlichen Talk. In einem Podcast spricht sie über Trends und Themen rund um Kinder- und Jugendmedie.
In der Reihe der Freitag-Online-Veranstaltungen der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur ist am Freitag den 4. November 2022, um 19:00 Uhr die Sprachkünstlerin Lena Raubaum zu Gast.
Wenn man sich einer Kinderfernsehautorin nähert, die längst nicht mehr in ihrem Beruf arbeitete, gerät man leicht in die Gefahr der Stilisierung und der Nostalgie. Dies umso mehr, wenn es sich dabei wie im fall von Inge Trisch um eine Autorin und Redakteurin handelt, die für wesentliche Sendeformen des Kinder- und Jugendfernsehens der DDR verantwortlich war. Doch ihre Figuren lassen sich – wohl genau wie sie selbst – nur bedingt nostalgisieren, sie tragen in sich eine humoristisch-anarchistische Revolte gegen das Geregelte, das Vorgegebene, gegen das „Das macht man so“. Ein Nachruf auf eine besondere Frau.
[16.05.2017]
Die Autorin Mirjam Pressler und der Illustrator Nikolaus Heidelbach sind Größen des deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchmarktes. Beide wurden für ihr Werk bereits vielfach ausgezeichnet. Jetzt sind sie für den Hans Christian Andersen Award nominiert.
Der Andersen Award ist die renommierteste internationale Auszeichnung im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur. Seit 1956 wird er alle zwei Jahre an einen Autor und einen Illustrator für deren Gesamtwerk vergeben. Ausgerichtet wird er vom International Board on Books for Young People (IBBY). Dieses Jahr gehen 33 Autoren und 28 Illustratoren aus 35 Ländern für die begehrte Auszeichnung mit der goldenen Ehrenmedaille ins Rennen.
Diese Nominierungen werden jeweils von den nationalen IBBY-Sektionen ermittelt; in Deutschland durch den Arbeitskreis für Jugendliteratur. Alle zwei Jahre schlägt er Kandidaten für den Hans Christian Andersen Award vor. Unter den Gewinnern waren bislang sechs deutsche Preisträger: Rotraut Susanne Berner (2016), Jutta Bauer (2010), Wolf Erlbruch (2006), Klaus Ensikat (1996), James Krüss (1968) und Erich Kästner (1960).
Welchen Künstlern und welchen Nationen dieses Mal die Ehre zuteilwird, ermittelt eine internationale Experten-Jury unter dem Vorsitz der Kanadierin Patricia Aldana. Die Sieger werden auf dem 36. IBBY-Kongress bekanntgegeben. Dieser wird vom 30. August bis 1. September 2018 in Athen/Griechenland stattfinden. Ursprünglich war der weltweite Kongress in der Türkei geplant. Doch aufgrund der aktuellen Sicherheitslage sahen sich die Organisatoren gezwungen, die Durchführung des IBBY-Kongresses in ihrem Land abzusagen.
[Quelle: Pressemitteilung]
Alle sind herzlich eingeladen, wenn Mohls Lyrikkiosk öffnet: am Freitag, 3. Februar 2023, um 19:00 Uhr
[16.01.2019]
Für ihren Erstling Bitterschokolade erhielt sie mit dem Oldenburger Jugendliteraturpreis die wichtigste Auszeichnung für Debütromane in der Kinder- und Jugendliteratur und begann damit ihre Karriere als Schriftstellerin. Über 50 Bücher zählten zu ihrem Œuvre – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, denn "[e]ntweder [ist] es [...] ein Buch oder nicht, und es gibt auch viele wunderbare Kinderbücher, die Erwachsene unbedingt lesen sollten." (Pressler in Cordsen 2019). Zudem zeichnete sie sich für über 400 Texte als Übersetzerin verantwortlich. Am 16.01.2019 ist Mirjam Pressler verstorben.
Geboren wurde Mirjam Pressler als uneheliches Kind einer jüdischen Mutter 1940 in Darmstadt und wuchs in einer Pflegefamilie und einem Heim auf. Sie studierte zeitweilig an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt und arbeitete anschließend in einem Kibbuz in Israel. Dort heiratete sie auch, kam jedoch nach der Trennung von ihrem Mann und nach der Geburt ihrer drei Töchter zurück nach Deutschland. Zunächst arbeitete sie in München als Taxifahrerin und Verkäuferin, bevor sie zu schreiben begann – auch, weil sie sich "so über die Bücher, die ihre Töchter lasen," (Budeus-Budde 2019) ärgerte.
Auf Bitterschokolade folgten unverzüglich zahlreiche andere Kinder- und Jugendbücher, mit denen sich Mirjam Pressler zu einer der "wichtigsten Autorinnen der antiautoritären Literatur, die bei Beltz & Gelberg erschien" (ebd.) schrieb. Für Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen, in das autobiografische Erlebnisse einflossen, erhielt sie 1995 den Deutschen Jugendliteraturpreis, zahlreiche weitere Auszeichnungen schlossen sich an.
Neben dem Schreiben arbeitete Mirjam Pressler auch als Übersetzerin – zunächst aus dem Niederländischen, später auch aus dem Hebräischen. Ihre Übersetzung von Zeruya Shalevs Liebesleben kommentierte Marcel Reich-Ranicki mit den Worten: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Original so gut ist wie in dieser Übersetzung". (Reich-Ranicki in Budeus-Budde 2019). Zudem erhielt sie 2010 den Deutschen Jugendliteraturpreis für ihr Gesamtwerk als Übersetzerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit übersetzte sie nicht nur die kritische Ausgabe des Tagebuchs der Anne Frank, sondern veröffentlichte 1991 auch eine "stark erweiterte Neuübersetzung, welche die inhaltlich entschärfte frühere Leseausgabe ablöste." (Pressler 2005-2019)
Bis zum Schluss schrieb und arbeitete sie unermüdlich: Ihr letzter Roman Dunkles Gold soll im März erscheinen. Nach langer Krankheit ist Mirjam Pressler am 16.01.2019 in Landshut im Alter von 78 Jahren gestorben.
Den Nachlass Mirjam Presslers soll die Internationale Jugenbibliothek in München erhalten.
[Quelle: Mit Material von Munziger (FAZ), Knut Cordsen (BR), Roswitha Budeus-Budde (SZ), Mirjam Pressler (Homepage)]
"Baut Brücken, schließt Freundschaften!" (Carle in Schneider 2021). Diese Botschaft sandte der deutsch-amerikanische Kinderbuchautor und -illustrator Eric Carle seinen kindlichen und erwachsenen Lesenden anlässlich des 50. Geburtstags der berühmten und stets hungrigen Raupe. Eine Botschaft, die sich gleichermaßen durch Werk und Biografie Carles zieht.