Weitere Beiträge zur Literaturgeschichte finden Sie hier.


Der Begriff Exilliteratur bezeichnet sowohl die Literatur von Autorinnen und Autoren, die ihre Heimat aufgrund politischer, religiöser, rassistischer oder anderer Verfolgung verlassen mussten, als auch literarische Werke, die Erfahrungen von Exil und deren individuelle wie gesellschaftliche Folgen thematisieren. In der deutschsprachigen Literaturgeschichte wird Exilliteratur vor allem mit den literarischen Entwicklungen nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 verbunden. Zahlreiche Schriftstellerinnen und Schriftsteller flohen aus Deutschland und suchten zunächst in europäischen Nachbarländern, später auch in Übersee Zuflucht; viele kehrten nach 1945 nicht zurück (vgl. Krohn u. a. 1998; Bannasch/Sarkowsky 2020).

Zur Exilliteratur gehören neben Werken der Erwachsenenliteratur auch Texte für Kinder und Jugendliche. Diese entstanden unter den besonderen Bedingungen von Flucht und Migration und verarbeiteten Erfahrungen von Verfolgung, Heimatverlust und kultureller Entwurzelung. Zugleich erfüllten sie für junge Leserinnen und Leser im Exil wichtige kulturelle und pädagogische Funktionen: Sie vermittelten Orientierung, bewahrten sprachliche und kulturelle Kontinuität und eröffneten literarische Räume gemeinschaftlicher Erfahrung. Die Kinder- und Jugendliteratur des Exils reagiert dabei nicht nur auf Verlust und Verfolgung, sondern erzählt auch von Zugehörigkeit, Solidarität und Handlungsmacht. Sie ist daher nicht nur als Teilbereich der Exilliteratur zu betrachten, sondern als eigenständiges literarisches Feld mit spezifischen Produktions-, Publikations- und Rezeptionsbedingungen.

Kinder- und Jugendliteratur des Exils: Stand der Forschung

Im Vergleich zur Exilliteratur für erwachsene Leserinnen und Leser wurde die Kinder- und Jugendliteratur des Exils erst relativ spät als eigenständiges Forschungsfeld wahrgenommen. Während die allgemeine Exilforschung bereits seit den 1960er-Jahren systematisch betrieben wurde, setzte die wissenschaftliche Beschäftigung mit Kinder- und Jugendbüchern des Exils erst in den 1980er-Jahren ein (vgl. hierzu Krohn 1998 u. a.). Einen frühen Ausgangspunkt bildet Thomas S. Hansens Studie Emil and the Emigrés. German Children's Literature in Exile 1933–1945 (1985), die erstmals einen Überblick über das deutschsprachige Kinder- und Jugendbuch im Exil bietet. Die verzögerte wissenschaftliche Erschließung hängt auch mit den unterschiedlichen Rezeptionsbedingungen in den deutschsprachigen Nachkriegsgesellschaften zusammen. In der DDR wurden Werke exilierter Autorinnen und Autoren früh im Kontext antifaschistischer Literatur rezipiert, teilweise neu aufgelegt und in schulische Vermittlungszusammenhänge integriert (vgl. Richter 2016; Mikota 2026). Die Kinder- und Jugendliteratur des Exils war hier jedoch weniger Gegenstand einer eigenständigen Forschung als Bestandteil einer antifaschistischen Literaturtradition. In der Bundesrepublik und Österreich blieb sie dagegen zunächst weitgehend unbeachtet. Erst seit Ende der 1980er-Jahre etablierte sich die Kinder- und Jugendliteratur des Exils zunehmend als eigenständiges Forschungsfeld. Einen wichtigen Impuls gab Dirk Krügers Dissertation zu Ruth Rewald (1990), die erstmals eine systematische Untersuchung dieses Literaturbereichs vorlegte. Literarhistorische Darstellungen, Ausstellungsprojekte und bibliographische Arbeiten wie der Katalog Kinder- und Jugendliteratur im Exil (1995) und Zlata Fuss Phillips’ Bio-Bibliografie German Children's and Youth Literature in Exile (2001) schufen wichtige Grundlagen für die weitere Forschung.

Seit den 2000er-Jahren stehen zunehmend einzelne Autorinnen und Autoren sowie thematische, ästhetische und kulturhistorische Fragestellungen im Mittelpunkt. Wichtige Beiträge leisteten unter anderem Jana Mikota (2004) zur kinderliterarischen Produktion im Kontext von Weimarer Republik, Nationalsozialismus und Exil sowie Julia Benner (2015) zur Kinder- und Jugendliteratur gegen den Nationalsozialismus. Einen besonderen Schwerpunkt bildet zudem die österreichische Exilforschung, die durch Ursula Seeber sowie durch Arbeiten von Susanne Blumesberger und Ernst Seibert zur Erforschung einzelner Autorinnen und Autoren wichtige Impulse gegeben hat. Weitere Untersuchungen zu Verlagsnetzwerken, Übersetzungsprozessen, Illustrationen, transnationalen Transferbewegungen und zur Rezeption nach 1945 bilden weiterhin zentrale Forschungsfelder.

Produktions- und Publikationsbedingungen der Kinder- und Jugendliteratur im Exil

Die Autorinnen und Autoren der Kinder- und Jugendliteratur des Exils bildeten keine homogene Gruppe. Sie unterschieden sich hinsichtlich Herkunft, Alter, politischer Überzeugungen, religiöser Zugehörigkeit und literarischer Sozialisation. Während einige – etwa Lisa Tetzner oder Alex Wedding – bereits vor 1933 für junge Leserinnen und Leser geschrieben hatten, wandten sich andere erst im Exil verstärkt der Kinder- und Jugendliteratur zu. Gemeinsam war ihnen die Erfahrung von Verfolgung und Emigration sowie die Herausforderung, unter den Bedingungen des Exils literarisch weiterzuarbeiten.

Für die Produktion von Kinder- und Jugendbüchern verschärften sich die Bedingungen in besonderer Weise. Kinder- und Jugendliteratur nahm innerhalb des literarischen Feldes ohnehin eine vergleichsweise randständige Position ein und war häufig auf die Zusammenarbeit mit Illustratorinnen und Illustratoren sowie Verlagen angewiesen, die durch die räumliche Zerstreuung der Exilierten erschwert wurde. Zugleich veränderten sich die Bedingungen der Rezeption: Viele Kinder im Exil erlernten die Sprache des Aufnahmelandes schneller als ihre Eltern und orientierten sich zunehmend an der Literatur ihrer neuen Umgebung. Der deutschsprachige Leserkreis wurde dadurch kleiner, sodass einige Autorinnen und Autoren ihre Werke übersetzten oder unmittelbar für fremdsprachige Märkte produzierten.

Für manche Schriftstellerinnen und Schriftsteller eröffnete die Kinder- und Jugendliteratur dennoch neue Möglichkeiten, im literarischen Feld der Aufnahmeländer Fuß zu fassen. Der Wechsel in eine Fremdsprache erschien hier teilweise leichter als in der Erwachsenenliteratur; Autorinnen wie Hertha Pauli, Erika Mann oder Adrienne Thomas veröffentlichten auch englischsprachige Texte. Gleichzeitig blieben Sprachbarrieren, finanzielle Unsicherheit und eingeschränkte Publikationsmöglichkeiten zentrale Herausforderungen. Die Kinder- und Jugendliteratur des Exils ist daher nicht allein über ihre Themen zu verstehen, sondern ebenso über ihre Produktions- und Rezeptionsbedingungen: Sprachwechsel, verändertes Lesepublikum und prekäre Publikationsmöglichkeiten prägten ihre Entstehung und Verbreitung wesentlich.

Kinder- und Jugendliteratur des Exils

Die Kinder- und Jugendliteratur des Exils zeichnet sich durch eine große thematische und gattungsspezifische Vielfalt aus. Neben Tiergeschichten, Mädchen- und Abenteuerbüchern entstanden historische Erzählungen, Märchen, Lyrik- und Liedersammlungen, Sach- und Bilderbücher sowie Robinsonaden. Trotz dieser Vielfalt weist das Korpus gemeinsame ästhetische Merkmale auf. Wie in der Exilliteratur für Erwachsene dominieren realistische Erzählweisen, die politische Aufklärung, historische Orientierung oder die Verarbeitung von Flucht- und Exilerfahrungen ermöglichen. Experimentelle Formen treten dagegen zurück. Dies steht auch mit den Bedingungen der Exilproduktion in Zusammenhang: Unsichere Lebensverhältnisse, erschwerte Publikationsmöglichkeiten und die Suche nach einem neuen Publikum prägten die Wahl erzählerischer Verfahren.

Inhaltlich lassen sich zwei zentrale Tendenzen unterscheiden: Werke, die Nationalsozialismus, Verfolgung, Exil und Widerstand unmittelbar thematisieren, sowie Texte, die diese Erfahrungen indirekt in historische Stoffe, Abenteuer-, Tier- oder Familiengeschichten überführen.

Kontrafaschistische Exiltexte

Einen Schwerpunkt der Kinder- und Jugendliteratur des Exils bilden Texte, die sich unmittelbar mit Nationalsozialismus, Verfolgung, Exil und Widerstand auseinandersetzen. Julia Benner fasst dieses Korpus als „kontrafaschistische Exiltexte“ zusammen. Darunter versteht sie Werke, die explizit, implizit oder verschlüsselt kritisch auf den Nationalsozialismus Bezug nehmen (vgl. Benner 2015, S. 23–26). Hierzu zählen Erzählungen über das nationalsozialistische Deutschland, das Leben im Exil und den Spanischen Bürgerkrieg ebenso wie historische Romane, die vergangene Konflikte zur Reflexion gegenwärtiger politischer Entwicklungen nutzen.

Der Blick auf Deutschland

Ein zentraler Bereich dieser Texte ist die Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Deutschland. Sie wollen junge Leserinnen und Leser über politische Verhältnisse aufklären und zugleich Handlungsmöglichkeiten gegen Faschismus und Diktatur sichtbar machen. Zu diesem Korpus gehören unter anderem Max Zimmerings Jagd nach dem Stiefel (1932), Auguste Lazars Jan auf der Zille (1935), Béla Balázs’ Karlchen durchhalten (1936), Lisa Tetzners Reihe Die Kinder aus Nr. 67 (1932–1949) und Anna Gmeyners Manja. Ein Roman um fünf Kinder (1939).

Viele dieser Werke entstanden in der frühen Phase des Exils und verarbeiten zeitnahe Erfahrungen von Verfolgung, Ausgrenzung und Widerstand. Im Mittelpunkt stehen häufig Kinder und Jugendliche, die mit den Folgen der politischen Umbrüche konfrontiert werden und innerhalb repressiver Verhältnisse Handlungsmöglichkeiten suchen. Thematisiert werden – ähnlich wie in der Exilliteratur für Erwachsene – politische Verfolgung, Widerstand und Inhaftierung, aber auch Fragen nach den Ursachen des Nationalsozialismus, der Verantwortung der deutschen Gesellschaft und der Zukunft Deutschlands nach 1945. Die Texte entwickeln dabei unterschiedliche Deutungsmodelle, die politische Analyse mit Fragen nach Solidarität, moralischer Entscheidung und individueller Handlungsmacht verbinden.

Exilerfahrungen und Spanischer Bürgerkrieg

Eine zweite Gruppe kontrafaschistischer Exiltexte richtet den Blick auf Flucht, Vertreibung und das Leben im Exil. Im Mittelpunkt stehen Kinder und Jugendliche, die mit Erfahrungen wie unsicheren Aufenthaltsbedingungen, Behördengängen, materieller Not, Einsamkeit und Konflikten innerhalb der Exilgemeinschaften konfrontiert sind (vgl. Jagdschian 2024). Zu diesen Texten gehören unter anderem Lisa Tetzners Erwin in Schweden (1941), Ein Schiff ohne Hafen (1944) und Mirjam in Amerika (1945) sowie Erika Manns Zehn jagen Mr. X (1942). Exil wird dabei nicht nur als Verlust- und Krisenerfahrung dargestellt, sondern auch als Raum neuer Beziehungen, Handlungsmöglichkeiten und Solidarität.

Eine weitere Gruppe wendet sich internationalen antifaschistischen Bewegungen zu, insbesondere dem Spanischen Bürgerkrieg. Texte wie Ruth Rewalds Janko, ein Junge aus Mexiko und Vier spanische Jungen sowie Alex Weddings Das Eismeer ruft (1936) und Seidlins/Plants S.O.S. Genf (1939) verbinden politische Konflikte mit kindlichen Lebensgeschichten und vermitteln Vorstellungen von Internationalismus und gegenseitiger Unterstützung. Die Darstellung von Exil und Spanischem Bürgerkrieg erweitert damit das Spektrum kontrafaschistischer Kinder- und Jugendliteratur: Neben der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus treten transnationale Erfahrungen von Verfolgung, Widerstand und gemeinschaftlichem Handeln.

Der historische Kinder- und Jugendroman

Eine besondere Bedeutung innerhalb der Kinder- und Jugendliteratur des Exils kommt dem historischen Roman zu. Historische Stoffe ermöglichten es den Autorinnen und Autoren, gegenwärtige Erfahrungen von Verfolgung, Flucht und Ausgrenzung in zeitlicher Distanz zu gestalten und Fragen nach Freiheit, Verantwortung und gesellschaftlichem Zusammenhalt zu verhandeln. Zu den historischen Kinder- und Jugendbüchern des Exils gehören unter anderem Werke von Alex Wedding, Willi Bredel, Irmgard von Faber du Faur, Anna Maria Jokl und Hertha Pauli.

Ein zentrales Motiv dieser Texte ist die Darstellung historischer Formen von Vertreibung. Häufig stehen Länder im Mittelpunkt, die bereits in früheren Jahrhunderten Verfolgten Schutz boten und auch in den 1930er-Jahren zu Zufluchtsorten für Emigrierte wurden. Irmgard von Faber du Faurs Die Pilgerkinder verbindet etwa die Geschichte der englischen Pilgerväter mit zeitgenössischen Erfahrungen des Exils, während Alex Weddings Söldner ohne Sold Fragen nach Freiheit und gesellschaftlicher Gerechtigkeit am Beispiel Amerikas verhandelt. Zugleich zeigen einzelne Werke die Ambivalenz vermeintlicher Zufluchtsorte und machen sichtbar, dass auch Exilländer sozialen und politischen Begrenzungen unterliegen können.

Neben Flucht und Migration thematisieren historische Kinder- und Jugendromane weitere gesellschaftliche Konflikte wie soziale Ungleichheit, Unterdrückung und Ausbeutung (vgl. etwa Lisa Tetzners Die schwarzen Brüder (1940/41)). Der historische Roman erfüllt damit eine doppelte Funktion: Er vermittelt historische Orientierung und eröffnet zugleich eine indirekte Auseinandersetzung mit den Erfahrungen des Exils. Vergangenheit wird dabei zu einem erzählerischen Raum, in dem Gegenwartsfragen neu beleuchtet werden.

Gegenwelten und indirektes antifaschistisches Erzählen

Neben den explizit kontrafaschistischen Texten entstanden im Exil Kinder- und Jugendbücher, die Nationalsozialismus, Krieg und Verfolgung nicht unmittelbar thematisieren. Sie können teilweise als „eskapistische“ Texte bezeichnet werden, da sie scheinbar konfliktfreie kindliche Lebenswelten entwerfen. Der Begriff greift jedoch zu kurz: Diese Werke sind keine unpolitische Flucht aus der Realität des Exils, sondern gestalten Gegenwelten, in denen humanistische Werte wie Solidarität, Selbstbestimmung und gegenseitige Unterstützung modellhaft sichtbar werden.

Im Mittelpunkt stehen häufig selbstständig handelnde Kinder, die Herausforderungen gemeinsam bewältigen und eigene Lösungen entwickeln. Erwachsene erscheinen weniger als autoritäre Instanzen, denn als unterstützende Begleiterinnen und Begleiter. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Erika Manns Unser Zauberonkel Muck (1934), Adrienne Thomas’ Viktoria (1937), Felix Saltens Tiergeschichten sowie Richard Plants Die Kiste mit dem großen S (1936) und Oskar Seidlins Pedronis muß geholfen werden (1937). Die dargestellten Kindergemeinschaften stehen im Gegensatz zu den Erziehungsvorstellungen der nationalsozialistischen Kinder- und Jugendliteratur, die Gehorsam, Unterordnung und militärische Disziplin propagierte. Stattdessen entwerfen die Exiltexte Modelle demokratischen Handelns: Kinder beraten, entscheiden gemeinsam und übernehmen Verantwortung füreinander.

Diese scheinbar unpolitische Kinder- und Jugendliteratur erweist sich damit als eine indirekte Form kontrafaschistischen Erzählens. Sie bietet jungen Leserinnen und Lesern Distanz zum belastenden Exilalltag und entwickelt zugleich Gegenbilder zur nationalsozialistischen Ideologie.

Zusammenfassung

Die Kinder- und Jugendliteratur des Exils bildet ein eigenständiges Feld innerhalb der deutschsprachigen Exilliteratur. Ihre Bandbreite reicht von explizit antifaschistischen Erzählungen über Texte zu Flucht- und Exilerfahrungen bis hin zu historischen Romanen und scheinbar unpolitischen Gegenwelten. Trotz dieser Vielfalt verbindet die Texte die Auseinandersetzung mit den Bedingungen von Verfolgung, Migration und kultureller Entwurzelung. Sie reagieren nicht nur auf Verlust und Bedrohung, sondern entwerfen zugleich Modelle von Solidarität, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Verantwortung.

Ihre Wirkungsgeschichte reicht über die Exilzeit hinaus. Ein Teil der exilierten Autorinnen und Autoren kehrte nach 1945 in die sowjetische Besatzungszone bzw. die spätere DDR zurück und prägte dort die Entwicklung einer antifaschistisch orientierten Kinder- und Jugendliteratur. Zwar wurden Werke exilierter Autorinnen und Autoren in Ostdeutschland veröffentlicht und teilweise kanonisiert, ihr Einfluss auf den Literaturbetrieb und die Kinder- und Jugendliteratur der DDR ist jedoch bislang nur unzureichend erforscht (vgl. Steinlein 2006; Richter 2016; Mikota 2026). In der Bundesrepublik setzte eine breitere Wiederentdeckung der Kinder- und Jugendliteratur des Exils erst seit den 1970er-Jahren ein.

Literaturverzeichnis

Primärliteratur: Ausgewählte Beispiele

Faber du Faur, Irmgard von: Die Pilgerkinder. Erzählung aus dem Leben der englischen Mayflower-Pilgerväter. Zürich: Evangelischer Verlag, 1940.

Mann, Erika: Zehn jagen Mr. X. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2019. (Englische Erstausgabe: 1942; deutsche Erstausgabe: 1990)

Plant, Richard: Die Kiste mit dem großen S. Aarau: Sauerländer, 1936.

Seidlin, Oskar: Pedronis muß geholfen werden. Aarau: Sauerländer, 1937.

Seidlin, Oskar/Plant, Richard: S.O.S. Genf. Zürich: Humanitas Verlag, 1939.

Tetzner, Lisa: Die Kinder aus Nr. 67. Bd. 1/2. 13. Auflage. München: dtv, 1997. (Erstausgabe Bd. 1 u. d. T. Erwin und Paul 1933; Bd. 2 u. d. T. Das Mädchen aus dem Vorderhaus, Erstausgabe 1947)

Tetzner, Lisa: Die Kinder aus Nr. 67. Bd. 5/6: Die Kinder auf der Insel/Mirjam in Amerika. 3. Auflage. Frankfurt am Main: Sauerländer, 1989. (Erstausgaben 1944/1945)

Tetzner, Lisa: Die Kinder aus Nr. 67. Bd. 9: Der neue Bund. 2. Auflage. München: dtv, 1992. (Erstausgabe 1949)

Tetzner, Lisa: Die Kinder aus Nr. 67. Bd. 2: Erwin kommt nach Schweden/Das Schiff ohne Hafen. Düsseldorf: Sauerländer, 2004. (Erstausgaben 1944)

Tetzner, Lisa: Die Kinder aus Nr. 67. Bd. 4: War Paul schuldig?/Als ich wiederkam. Düsseldorf: Sauerländer, 2005. (Erstausgabe u. d. T. Ist Paul schuldig? 1945/1946)

Wedding, Alex: Das Eismeer ruft. Die Abenteuer einer großen und einer kleinen Mannschaft. Nach wahren Begebenheiten erzählt. London: Malik, 1936.

Wedding, Alex: Die Fahne des Pfeifenhänsleins. Berlin: Der Kinderbuchverlag, 1975.

Wedding, Alex: Ede und Unku. Berlin: Malik, 1931.

Zimmering, Max: Die Jagd nach dem Stiefel. Berlin: Der Kinderbuchverlag, 1952.

Sekundärliteratur

Bannasch, Bettina/Sarkowsky, Katja (Hrsg.): Nachexil/Post-Exile. Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch, Bd. 38. Berlin: De Gruyter, 2020.

Benner, Julia: Federkrieg. Kinder- und Jugendliteratur gegen den Nationalsozialismus 1933-1945. Göttingen: Wallstein, 2015.

Fuss Phillips, Zlata : German Children’s and Youth Literature in Exile 1933-1950. München: de Gruyter Saur, 2001.

Handbuch der deutschsprachigen Emigration 1933-1945. Hrsg. von Claus-Dieter Krohn, Patrik von zur Mühlen, Gerhard Paul und Lutz Winckler. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1998.

Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur. SBZ/DDR. Von 1945 bis 1990. Hrsg. von Rüdiger Steinlein, Heidi Strobel und Thomas Kramer. Stuttgart/Weimar: Metzler, 2006.

Hansen, Thomas: Emil and the Emigrés. German Children’s Literature in Exile 1933-1945. In: Phaedrus (1985) H. 2. S. 6–12.

Jagdschian, Larissa: Travelling Memories. Deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur über die Flucht während des Nationalsozialismus und aus der DDR. Stuttgart: Metzler, 2024.

Kaminski, Winfred (1988): Kinder- und Jugendliteratur in der Zeit von 1945 bis 1960. In: Zwischen Trümmern und Wohlstand. Literatur der Jugend 1945-1960. Hrsg. von Klaus Doderer. Weinheim/Basel: Beltz, S. 17–207.

Krüger, Dirk: Die deutsch-jüdische Kinder- und Jugendbuchautorin Ruth Rewald und die Kinder- und Jugendliteratur im Exil. Wuppertal: Dipa Verlag, 1989.

Mikota, Jana: Alice Rühle-Gerstel: Ihre kinderliterarischen Arbeiten im Kontext der Kinder- und Jugendbücher der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und des Exils. Frankfurt am Main: Peter Lang, 2004.

Mikota, Jana: Exilliteratur für Kinder und ihre Rezeption in der DDR. In: „Herr Fischer, wie tief ist das Wasser?“ Inter- und transmediale Perspektiven auf Kinder- und Jugendmedien des Exils. Hrsg. von Wiebke von Bernstorff, Burcu Dogramaci, Helene Roth, Finja Zemke. Berlin: Hentrich & Hentrich, 2026, S. 107–122.

Richter, Karin: Die Kinder- und Jugendliteratur der DDR. Band I: Entwicklungslinien – Themen und Genres – Autorenporträts und Textanalysen. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2016.

Seeber, Ursula (Hrsg.): Kleine Verbündete – Little Allies. Vertriebene österreichische Kinder- und Jugendliteratur. Wien: Picus, 1998.