Inversion: rhetorische Figur, beschreibt Veränderung der Normalabfolge in einem Satz   

Explikat

Bei der Inversion handelt es sich um eine Wortfigur, bei der die übliche Reihenfolge der Satzglieder in einem Satz oder einem Satzteil umgestellt wird und diese Umstellung stilistisch auffällig ist. Für das Deutsche lassen sich vier verschiedene Inversionstypen vermerken (vgl. Spörl 2007): 

  • Nachstellung des Adjektiv-Attributs
  • Voranstellung des Genitiv-Attributs
  • Voranstellung des Objekts
  • Umkehrung der Subjekt-Prädikat-Folge

Über die Inversion wird die Aufmerksamkeit für die umgestellten Satzteile erhöht und damit auch deren Einprägsamkeit (vgl. ebd.). So wird die Nähe von Pippi zu ihrem mehr als fernen Vater über die Inversion emphatisch unterstrichen: "Ihren Vater hatte Pippi nicht vergessen." (Lindgren 1969, S.9) Ohne den Südseekönig Ephraim Langstrumpf an dieser Stelle zu einem Objekt degradieren zu wollen, liegt an dieser Stelle eine Inversion vor, bei der das (grammatische) Objekt vorangestellt wird.


Literatur

Primärliteratur

  • Lindgren, Astrid: Pippi Langstrumpf. Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger, 1969.

Sekundärliteratur

Erstveröffentlichung: 24.08.2015


catchme refresh
Joomla Extensions powered by Joobi

Veranstaltungen

Juni 2021
Mo Di Mi Do Fr Sa So
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 1 2 3 4