Inhalt

Als ein Junge beim Aufräumen unerwartet ein Flugzeug im Schrank findet, entscheidet er sich spontan, einen Ausflug zu machen. Er fliegt damit so lange und so hoch, bis ihm plötzlich das Benzin ausgeht und er auf dem Mond notlanden muss. Zunächst ist er dort ganz allein und voller Angst, bis ihm ein Marsmännchen begegnet, welches aufgrund eines Motorschadens dort gestrandet ist. Gemeinsam schmieden sie einen Plan für ihre Rückkehr nach Hause. Der mutige Junge macht sich auf den langen Weg vom Mond zur Erde, um das nötige Werkzeug zu besorgen. Von der Reise erschöpft, vergisst er kurzzeitig seine Mission. Schließlich kommt er aber wieder auf den Mond zurück und die beiden reparieren gegenseitig ihre Flugobjekte. Das Buch endet mit dem Rückflug der beiden ungewöhnlichen Freunde.

Kritik

Schon das Cover des Buches lässt Rückschlüsse auf den Inhalt zu. Es zeigt die beiden Protagonisten in einer vertrauten Umarmung auf dem Mond stehend und verdeutlicht die Verbindung von zwei unterschiedlichen Welten. Auch die Bilder im Buch, die die Protagonisten mit großen Köpfen, dünnen Beinen und ohne Hals darstellen, unterstützen oder erweitern die Erzählung in ihrer expliziten narrativen Struktur. Dies wird deutlich durch Simultanbilder, die zeitlich nah aneinander liegende Handlungsabläufe darstellen. Trotz des kurzen oder spärlich vorhandenen Textes, kann die Geschichte anhand der Bilder verstanden und verfolgt werden. Dabei lassen diese immer wieder Interpretationsspielräume zu.
Die Lebenswelt der Kinder wird mit einbezogen, indem bedeutsame Themen wie Vertrauen, Zusammenhalt und Freundschaft behandelt werden. Durch vielfach dargestellte Emotionen fällt es den Kindern leicht, sich mit den Protagonisten zu identifizieren, gleichzeitig wird deren Empathievermögen gestärkt. Die Einstellung zur Hilfsbereitschaft wird zunächst deutlich, jedoch dadurch unterbrochen, dass der Junge seinen neuen Freund kurzzeitig vergisst, um sich mit seinem Freund dem Pinguin vor dem Fernseher auszuruhen. Hiermit stellt der Autor einen intertextuellen Bezug zu seinem früheren Werk Pinguin gefunden (Deutsche Erstausgabe 2010, engl. Originalausgabe Lost and Found, 2005) her.


Fazit

Das Bilderbuch ist für Kinder von drei bis sechs Jahren geeignet, kann vorgelesen und selbst gelesen werden. Die Schrift ist eine verspielte, gut lesbare Druckschrift.

Das Buch vereint zwei Hauptaussagen:
1. Durch Zusammenhalt können Hürden überwunden werden.
2. Empathie ist notwendig um gegenseitiges Verständnis zu erlangen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch sowohl inhaltlich als auch illustrativ ansprechend gestaltet ist und Kinder zum Miterleben der Geschichte einlädt. Es enthält eine schöne, kurze Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt, die durch große und eindrucksvolle farbige Bilder untermalt wird. Damit knüpft Jeffers inhaltlich an seine bisherigen Werke und somit sein bisheriges Erfolgskonzept an.

Titel: Der Weg nach Hause
Autor/-in:
  • Name: Jeffers, Oliver
Originalsprache: Englisch
Übersetzung:
  • Name: Pressler, Mirjam
Illustrator/-in:
  • Name: Jeffers, Oliver
Erscheinungsort: Weinheim
Erscheinungsjahr: 2008
Verlag: Beltz & Gelberg
ISBN-13: 9783-407-79372-0
Seitenzahl: 32
Preis: antiquarisch erhältlich ca. 10, 00 €
Altersempfehlung Redaktion: 3 Jahre
Jeffers, Oliver: Der Weg nach Hause