- Erstveröffentlichung: 09.05.2024
Der HUCKEPACK-Bilderbuchpreis 2024 geht an "So dunkel!"von Constance Ørbeck-Nilssen und Øyvind Torseter aus dem Gerstenberg-Verlag,übersetzt von Maike Dörries.
Der HUCKEPACK-Bilderbuchpreis 2024 geht an "So dunkel!"von Constance Ørbeck-Nilssen und Øyvind Torseter aus dem Gerstenberg-Verlag,übersetzt von Maike Dörries.
Die Autorin Juliane Pickel erhält für ihren Debütroman Krummer Hund den Luchs des Jahres 2021. Der Preis, der von Radio Bremen und DIE ZEIT vergeben wird, ist mit 8.000 Euro dotiert und wird am 16. März 2022 um 18.00 Uhr in Leipzig verliehen.
[04.12.2017]
Am 9. November 2017 wurde Maria Rauschenberger für ihr Forschungsprojekt "Vorhersage der Legasthenie mit musikalischen und visuellen Komponenten" mit dem Deutschen Lesepreis in der Kategorie "Ideen für morgen" prämiert. Neun weitere Projekte, Institutionen und Personen wurden mit dem Deutschen Lesepreis ausgezeichnet.
Maria Rauschenberger erarbeitet im Auftrag der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Universitat Pompeu Fabra Barcelona ein Spiel, mit dessen Hilfe bereits vor dem Schulalter festgestellt werden kann, ob ein Kind wahrscheinlich Schwierigkeiten im Lesen und in der Rechtschreibung entwickeln wird. Für eine Prognose werden die Vorläuferfähigkeiten von Kindern getestet.
Die weiteren PreisträgerInnen:
Herausragendes individuelles Engagement
Herausragendes kommunales Engagement
Herausragende Leseförderung an Schulen
[Quelle: Newsletter]
[06.07.2020]
Zum ersten Mal überhaupt gewinnt ein Buch aus der Schweiz den International Crystal Kite Award, der von der Society of Children’s Book Writers and Illustrators’ (SCBWI) verliehen wird. Der Preis ist die einzige weltweite Auszeichnung für Kinderbücher, die von Autorinnen und Autoren sowie Illustratorinnen und Illustratoren vergeben wird. Er wird im Juli 2020 während der jährlichen SCBWI-Konferenz an Swisstory (Verlag Bergli Books) verliehen. Die Autorin des Preisbuches ist Laurie Theurer, der Illustrator Michael Meister.
Dieses Jahr waren mehr als zwanzig Bücher für das International Crystal Kite Award nominiert, drei davon kamen auf die Shortlist. Nominiert werden dürfen Kinderbücher aus Europa, Afrika und Südamerika, die in den letzten 12 Monaten erschienen sind. Der ‘International Crystal Kite Award’ wird seit 2011 verliehen.
Das Preisbuch
Swisstory erzählt die wahre Geschichte der Schweiz und wendet sich an kluge Kinder und an alle, die im Herzen Kinder geblieben sind. Sie erfahren darin, wie Herzöge hinterhältig von Bauern abgeschlachtet und wie unschuldige 'Hexen' gehängt wurden. Es geht um vergrabenes Gold, Bergsteigerinnen und natürlich um mörderische Kühe. Swisstory meidet erfundene Figuren wie Heidi oder Wilhelm Tell, sondern erzählt vielmehr die Geschichte der Schweizer, von den Gebirgsbewohnern der Frühzeit bis zum Frauenwahlrecht. Geschrieben hat das Buch Laurie Theurer, eine Schweiz/USA-Doppelbürgerin, illustriert hat das Buch mit viel Witz der Schweizer Künstler Michael Meister (Das grosse Monsterbuch der Schweiz). Swisstory ist ungeheuerlich, fesselnd, gruselig – und ganz und gar wahr.
[Quelle: Pressemitteilung]
Die Autorin Michèle Fischels erhält für ihre Graphic Novel Outline und Eva Rottmann für die Kurzgeschichtensammlung Fucking fucking schön den Luchs des Jahres 2024. Der Preis wird am Vorabend der Leipziger Buchmesse, am Mittwoch, dem 26. März 2025, verliehen und ist mit 8.000 Euro dotiert.
[02.05.2019]
Der Troisdorfer Bilderbuchpreis, der in diesem Jahr zum 22. Mal verliehen wird, geht an Christiane Pieper für ihre Illustrationen zum Buch Hick! (Tara Publishing, 2017). Den zweiten Preis vergab die Jury an die Illustratorin Susanne Straßer für Der Wal nimmt ein Bad (Peter Hammer Verlag, 2018). Der dritte Preis wurde schließlich an die Illustratorin Ulrike Möltgen für ihr Buch Das Geschenk der Weisen (Insel Verlag, 2018) vergeben. Den Förderpreis erhält Claudia Schramke, die mit ihrem Dummy zu Der Hund überzeugte. Die unabhängige Kinderjury, die sich aus Viertklässlern Troisdorfer Grundschulen zusammensetzte, wählte als ihren Favoriten das Buch Eisbjörn. Das unglaubliche Abenteuer des tapferen Mäuserichs von Lev Kaplan (Thienemann, 2017).
Der Troisdorfer Bilderbuchpreis ist der einzige Spezialpreis für künstlerische Bilderbuchgestaltung im deutschsprachigen Raum. Die diesjährige Jury, die am 11. April 2019 zusammentraf, setzte sich zusammen aus der Rezensentin und Beraterin für Illustratoren und Illustratorinnen Karin Gruß, der Fachjournalistin, Referentin und Autorin Antje Ehmann sowie der Museumsleiterin Pauline Liesen vom Bilderbuchmuseum Troisdorf. Eine beratende Stimme hatte Dietlind Keutmann, Stiftung Alsleben. Die Jury ernannte insgesamt drei Preisträgerinnen wie auch eine Förderpreisträgerin. Ein weiterer Preis wurde von der unabhängigen Kinderjury vergeben. Das Preisgeld der Kinderjury stiftet der Förderverein des Museums.
Die Jury entschied einstimmig, der in Wuppertal lebenden Illustratorin Christiane Pieper den ersten Preis zuzuerkennen. So überzeugten die comicähnlichen, auf Konturen reduzierten, stilsicher gefassten Figuren, die in kunstvoll ornamental gestalteten Räumen platziert sind. Turbulent und voller Bewegung wirbeln sie durcheinander, wenn sich der hartnäckige Hick erneut durchsetzt. Der Hick ist nichts anderes als ein Schluckauf – mit aller Konsequenz inszeniert und zu Papier gebracht. Das Buch selbst entstand in einem aufwendigen Verfahren. So bediente sich Christiane Pieper der sogenannten Risographie, einem Druckverfahren, das dem Siebdruck ähnelt und bei dem biologische Tinte auf Soyabasis verwendet wird. Die fertig gedruckten Seiten wurden in einem weiteren Schritt von einer indischen Buchmacherwerkstatt von Hand gebunden. Insgesamt entstanden damit kleine bibliophile Kostbarkeiten, bei dem kein Buch dem anderen gleicht.
Den zweiten Preis des Troisdorfer Bilderbuchpreises 2019 erhält die Illustratorin Susanne Straßer. Ihr Preisträgerbuch Der Wal nimmt ein Bad ist ein Papp-Bilderbuch und richtet sich aufgrund seiner Machart, Stilistik und seines Inhalts (nicht nur, aber auch) an die jüngsten Leser. Mit einer einfachen Bildsprache, die auf Bildwitz nicht verzichtet, überzeugt die lustige Geschichte. Ein großer Spaß im Nass – bei dem auch die Worte, die die Geschichte erzählen, so einfach und klar gewählt sind, dass sie die Bilder sinnvoll ergänzen und dem Leser im Gedächtnis verhaftet bleiben.
Der dritte Preis schließlich wurde Ulrike Möltgen und ihrem Buch Das Geschenk der Weisen zuerkannt. Der Text zum Buch basiert auf einer Kurzgeschichte, die erstmals 1905 in der Sonntagsbeilage im New York Sunday World Magazine publiziert wurde. Die Bilder zu diesem "historischen" Text gestaltete Möltgen mittels ihrer langjährigen Technik: So fertige sie vier Monate lang ihre typischen Collage-Bilder, sortierte, arrangierte und komponierte. Insgesamt entstanden scheinbar zeitlose Illustrationen, deren Brillanz vor allem dadurch gewinnen, dass hier eine ausgewogene Balance zwischen (Material)Fülle und Farbigkeit erreicht wurde.
Beim Förderpreis stachen die Illustrationen von Claudia Schramke zum Buch Der Hund besonders hervor. Der Hund ist einem Kind, dem eigentlichen Protagonisten der Geschichte, künstlerisch und inhaltlich zur Seite gestellt. Das Tier spiegelt das Gefühlsleben des Kindes: Es ist wild und nicht zu bändigen. Erst als die Eltern zu drastischen Erziehungsmaßnahmen greifen, verschwindet der Hund,
auch im Kind. Seitenlang zeigt sich jetzt das Kind konform zu den Regeln der Erwachsenen - bis zu dem Moment, da der Hund wieder "Raum" im Kinderleben erhält. Eng verknüpft die Illustratorin Tier und Kind: In den Bewegungsabläufen, aber auch in der äußeren Erscheinung gibt es deutliche Parallelen zwischen den beiden. Und auch der Umraum passt sich den jeweiligen Verhältnissen an. So wandelt sich das Zimmer zur Wildnis oder aber zum sterilen Raum. Diese Konsequenz in der Gestaltung, verbunden mit einem starken zeichnerischen Können, überzeugte die Jury.
Den Preis der Kinderjury schließlich erhält das Buch Eisbjörn. Das unglaubliche Abenteuer eines tapferen Mäuserichs von Lev Kaplan. Die 12 Viertklässler der unabhängigen Kinderjury entschieden sich nach einer angeregten Diskussion für diese sehr detaillierten, nahezu naturalistischen Illustrationen, die in den Augen der Kinder "echt" und lebendig wirken. Wichtig war den jungen Juroren aber
auch die wunderbare Geschichte vom Meer, von Mut und Freundschaft. Beides, die künstlerische Ausführung und der fesselnde Inhalt des Buches, überzeugten und führten schließlich zur Preisfindung.
Mit der Preisverleihung, die am 7. Juli 2019 um 11 Uhr stattfinden wird, eröffnet das Museum zugleich die Ausstellung zum Troisdorfer Bilderbuchpreis. Die Ausstellung wird bis zum 3. September 2019 im Museum zu sehen sein. Sie zeigt eine Auswahl der eingereichten Arbeiten und damit ein abwechslungsreiches und repräsentatives Bild aktueller Bilderbuchillustration im deutschsprachigen Raum.
[Quelle: Pressemitteilung]
Der Verlagspreis Literatur des Landes Baden-Württemberg geht an den kunstanstifter verlag aus Mannheim. Die literarischen Bilderbücher bespielen eine wichtige Nische im Buchhandel und sprechen Kinder gleichermaßen wie Erwachsene an, so die Begründung der Jury.
Die Novelle Der Sternsee von Will Gmehling mit Illustrationen von Jens Rassmus wurde mit dem Jahresluchs 2025 ausgezeichnet. Das Buch erzählt von Freundschaften und von kleinen und großen Wundern.
Der LesePeter ist eine Literaturauszeichnung, den die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW für ein herausragendes, aktuelles Buch der Kinder- und Jugendliteratur monatlich verleiht. Der LesePeter im März 2026 geht an das Kinderbuch 1Was tun wenn… Kleine Hilfe bei großen Katastrophen von Laura Momo Aufderhaar und Verena Hochleitner.
[04.05.2020]
Der Solothurner Literaturpreis 2020 geht an die österreichische Schriftstellerin Monika Helfer. Ihr Werk umfasst Romane und Erzählungen, aber auch Theaterstücke und Kinderbücher.
In ihrem Roman Oskar und Lilli schickt sie zwei verwaiste Geschwister in neue Lebenswelten. Einfühlsam und doch ohne Pathos erzählt sie von der Unbehaustheit zweier verletzter Seelen und ihrer Suche nach Zugehörigkeit. Auf ebenso zurückhaltende wie tastende Weise zeigt Helfer uns damit – eine Seltenheit in der Gegenwartsliteratur – an Kindern, was Menschsein heisst. In Schau mich an, wenn ich mit dir rede! finden ein unbeirrbares Mädchen und seine labilen Eltern nach deren Scheidung Halt in neuen Beziehungen. Was als Weiterspinnen einer in der U-Bahn beobachteten Szene beginnt, fügt sich dabei wie von selbst zu einem Roman, der auch durch seine Diskretion, die allen Personen ihre Würde lässt, beeindruckt. Helfers aktueller Roman Die Bagage ist eine bäuerliche Familiengeschichte zu Zeiten des Ersten Weltkriegs, in der Helfer ihre eigene Herkunft literarisch verarbeitet. Im Zentrum steht eine Mutter, die ihre Familie durchbringen muss, vom Dorf aber für ihre Schönheit an den Pranger gestellt wird. Gerade ihre Kunst der Auslassungen und Leerstellen machen Helfer zu einer Meisterin der Verdichtung. Damit gelingt ihr ein Neuanfang des bislang belächelten Genres des Heimatromans, dem sie jede Romantik nimmt und ihm Härte und Klarheit gibt.
Ihre Figuren zeichnet ein um keine Konvention bekümmertes Selbstbewusstsein aus, eine Ehrlichkeit der Emotionen und der Haltung, so die Jury, bestehend aus Nicola Steiner (Vorsitz), Lucas Gisi und Hanspeter Müller-Drossaart. Ihr souveräner Umgang mit Sprache, der alle Stilregister beherrscht, macht Monika Helfers Bücher und Figuren für uns Lesende so einprägsam und nachvollziehbar.
Der Solothurner Literaturpreis wird alljährlich "für hervorragende literarische Leistungen" an das Gesamtwerk eines deutschsprachigen Autors oder einer deutschsprachigen Autorin vergeben und ist mit 15.000 Franken dotiert. Die Preissumme wird seit 1994 von verschiedenen Firmen und Gemeinden aus der Region Solothurn gestiftet. Aus aktuellem Anlass findet die Preisverleihung erst 2021 im Rahmen der Solothurner Literaturtage statt.
[Quelle: Website Solothurner Literaturpreis]